D’S Gold Award 2014: Jörg Boner für Schätti Leuchten.

D’S Award: Die Gewinner

Die Inszenierungen der Aussteller des Designers’ Saturday werden jeweils mit Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze prämiert. Den ersten Platz gewinnt Designer Jörg Boner für Schätti Leuchten.

Der Designer hatte eine auf den ersten Blick einfach erscheinende Präsentation geschaffen. Er trennte mit Papier in einer der Werkhallen von Création Baumann eine runde Fläche ab, um die Leuchten zu zeigen. Auf einer Seite standen filigrane Stehlampen und auf der anderen Seite eine massive Webmaschine. «Die Leichtigkeit dieser Trennwand aus Papier und die Qualität des Lichts schufen einen starken Kontrast zur Werkhalle mit ihren schweren Maschinen», begründete Jury-Mitglied Camille Blin, Szenograf und Mitbegründer des ACE Lausanne, die Entscheidung. Der zweite Platz wurde dieses Jahr zwei Mal vergeben. Dazu Designers’ Saturday-Kurator Sergio Cavero: «Die Projekte zeigen unterschiedliche Ansätze des Inszenierens. Die einen appellieren an die Gefühle, die anderen an den Intellekt.» Das habe sich nun in zwei wards in der Kategorie «Silber» niedergeschlagen. Einer davon ging an den Stuhlhersteller horgenglarus für eine Inszenierung des Studio Hannes Wettstein in den Räumlichkeiten von Ruckstuhl: «Den Designern gelang es, eine Geschichte aus der Unterwelt zu erzählen, bei der Dunkelheit, Fabelwesen, an Kuhglocken erinnernde Geräusche und Rohelemente der Stuhlproduktion eine tragende Rolle spielten», sagt Jurorin Karin Schulte vom Weissenhof-Institut der Kunstakademie Stuttgart. Den zweiten D’S Award der Kategorie «Silber» geht an Armaturenhersteller Axor-Hansgrohe und die Schamu-Installation des Anaïde Gregory Studio. Der dritte D’S Award schliesslich ging an die USM Möbelbausysteme. Dass man den berühmten Möbelklassiker von einer ganz neuen Seite zeigen kann, bewiesen die Designer von Atelier Oï in den Hallen von Hector Egger.

Die Besucher hingegen entschieden sich mit dem «Audience Award» für die lebendige Installation des Teppichherstellers Ruckstuhl: Neben Fotos, die den Weg von der Gewinnung der kolumbianischen Naturfaser Fique bis hin zur Herstellung der Teppiche zeigte, waren eigens zwei Strickerinnen aus Kolumbien eingeflogen worden, die vor Ort in Langenthal die Tepiche fertigten.

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