Diplomierte Gestalter

Bildung ist ein Markt, die Angebote vermehren sich. Nun bietet die Schule für Gestaltung St. Gallen einen Weiterbildungsgang zum «dipl. Gestalter HF Produktdesign – Vertiefungsrichtung Industrial Design» an.

Bildung ist ein Markt, die Angebote vermehren sich. Nun bietet die Schule für Gestaltung St. Gallen einen Weiterbildungsgang zum «dipl. Gestalter HF Produktdesign – Vertiefungsrichtung Industrial Design» an.

Der Designer Markus Pawlick hat das Angebot für die Höhere Fachschule für Künste, Gestaltung und Design St. Gallen entwickelt. «Es richtet sich an Leute mit einer Berufsausbildung im gestalterischen und pädagogischen Bereich, die sich weiterbilden wollen.» Das Ziel: gute Praktiker, die auch im Entwurf etwas vorweisen können. Der dreijährige Lehrgang schliesst an die Ausbildungen auf Sekundärstufe II an und ist berufsbegleitend konzipiert: der Unterricht findet jeweils Freitag und Samstag statt. Das Lehrangebot folgt den wichtigsten Stufen des Designprozesses, vertieft werden Kompetenzen über Briefing, Analyse, Konzept, Entwurf und Umsetzung. Eine analoge Weiterbildung bietet im Moment die Schule SSS_AA in Lugano an. Wer sich interessiert, stellt sich einem Aufnahmeverfahren: Es umfasst die Konzeption und Umsetzung eines vorgegebenen Themas und ein Gespräch, in dem die Ergebnisse und das Portfolio bewertet werden. Wer weiterkommen will muss tief in die Tasche greifen: je nach Wohnkanton werden für die drei Jahre Gebühren zwischen 22'800 und 40'290 Franken fällig.

Die ersten Informationsabende fanden statt. Stiessen sie auf Interesse? «Aus meiner eigenen Berufspraxis weiss ich, dass fähige Praktiker in Designbüros gesucht sind», sagt Pawlick. Auch wenn es nicht einfach sei, die Mindestzahl von 15 Anwärterinnen und Anwärter zu finden: die Rückmeldungen zeigten ihm, dass ein berufsbegleitendes Angebot durchaus ankomme. Ob der Abschluss auch von Arbeitgebern nachgefragt werden wird, wird sich erst ab 2017 zeigen.

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