Die aktuelle Schau «Mixes Messages» am Zürcher Neumarkt. Fotos: Lorenz Cugini

Design-Experimente

Am Neumarkt 20 in Zürich ist noch bis Anfang Mai experimentelles Design ausgestellt: Kuratiert von der neuen Initiative «Second Nature Design Projects».

Giovanna Lisignoli und Martin Rinderknecht haben bereits früher zusammen gearbeitet. 2016 etwa für die Ausstellung «Hello Today», die in der Galerie Soon zu sehen war. Nun haben sie gemeinsam «Second Nature Design Projects» gegründet, ein Projektraum für experimentelles, zeitgenössisches Design. Sie starten mit einer dreiteiligen Ausstellungsreihe in der Zürcher Altstadt am Neumarkt 20, einer ersten temporären Bleibe.
 

«Material Temptations», «Mixed Messages», «+1»
Die erste Gruppenschau «Material Temptations» zeigte im Januar und Februar Werke von vier jungen Designern, die in ihren Arbeiten das Potential von vorgefertigten Materialen ausloteten. Bis Ende dieser Woche ist mit «Mixed Messages» die zweite Ausstellung zu sehen. Sie versammelt Ergebnisse aus Design-Residenzen, einem künstlerischen Freiraum. Die österreichischen Designer «Breaded Escalope» entwickelten im Rahmen der «Schloss Hollenegg for Design»-Residenz in Schwanberg eine funktionale Holzlagerung, die einen historischen Aspekt ins Licht rückt und gleichzeitig ausserhalb dieses Kontextes als Tisch- und Bankgerüst funktioniert.

«Stack Table» von Breaded Escalope.

Camille Blin wirft mit seiner Herangehensweise am CERCCO, dem Kompetenzzentrum für zeitgenössische Keramik und Polymere der Genfer HEAD, einen neuen Blick auf das Keramik-Handwerk. Für seine Konstruktionen ersetzt er Keramik durch Dämmplatten-Elemente, die üblicherweise als Tablare beim Brennen genutzt werden. Dimitri Bähler entwickelte während «Hors Pistes» in Burkina Faso Masken, die er gemeinsam mit lokalen Handwerkerinnen und Handwerkern fertigte.

Dimitri Bählers Masken, die in der Residenz «Hors Pistes» in Burkina Faso entstanden.

Stéphanie Baechler schliesslich erarbeitete im Rahmen ihres von Pro Helvetia und Présence Suisse geförderten Auftritts an der ersten London Design Biennale eine Technik, die ihre persönliche Formensprache prägte. In Zürich zeigt sie aus dieser glasierten Keramik bun die Installation «Save our souls».

 

Stéphanie Baechlers Installation «Save our souls».

Im April folgt nun die dritte Schau, eine Carte Blanche für das Designduo Plueer Smitt. Dabei arbeiten Dominic Plueer und Olivier Smitt unter dem Titel «+1» zum Thema Licht. 

Kommentare

Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen