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Die gesamte Mechanik ist jetzt im Schloss am Gurtband lokalisiert.
Die gesamte Mechanik ist jetzt im Schloss am Gurtband lokalisiert.

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Den Sicherheitsgurt neu erfunden

Text: Urs Honegger / 30.09.2013 15:56

50 Jahre nach seiner Erfindung haben Milan Rohrer (25), Joël Bourgeois (22) und Patrick Heutschi (23) den Dreipunkte-Sicherheitsgurt hinterfragt. Ihr Fazit fiel nüchtern aus: Der Sicherheitsgurt sieht überall gleich aus und hat mit Problemen zu kämpfen, die jeder Autofahrer aus eigener Erfahrung aufzählen kann: Die Steckzunge ist klein und schlecht greifbar. Das Gegenstück ist meist versteckt, und den Schlitz zu treffen, erweist sich oft als wahre Kunst. Auch das Lösen ist nur umständlich möglich. Zudem stellt der bestehende Sicherheitsgurt eine Gefahr für Kinder dar, da sie ihn durch Drücken des Knopfes einfach lösen können. Für die angehenden Industrial Designer der Zürcher Hochschule der Künste waren dies Gründe genug, den Sicherheitsgurt nach 50 Jahren neu zu designen. Sie haben dafür das Sicherheitssystem im Automobil analysiert und grundlegend hinterfragt. Nach vielen Formstudien erwies sich das Design des Mechanismus als entscheidendes Element zur Verbesserung des Sicherheitsgurts. Die gesamte Mechanik ist jetzt im Schloss am Gurtband lokalisiert. Im Sitz befindet sich lediglich ein integrierter Steckbolzen. Dank dem drehbaren Magnet im Schloss fährt der Bolzen automatisch aus, sobald sich der Gurt nähert. Dadurch wird ein einhändiges und blindes Bedienen ermöglicht. Das Einrasten ist spür- und hörbar. Die Verbindung hält eine Zugbelastung von bis zu 1,5 Tonnen aus, was der üblichen Belastung bei einem Unfall entspricht. Der Gurt kann mit einer Hand gelöst werden. Indem der Fahrer oder Beifahrer die beiden roten Knöpfe gleichzeitig gedrückt, öffnen sich die Klemmen im Schloss, der Magnet dreht sich um 180 Grad und stösst den Bolzen zurück in den Sitz. Mit ihrer Arbeit haben Milan Rohrer, Joël Bourgeois und Patrick Heutschi den James Dyson Award in der Schweiz gewonnen.

In der Schweiz ist der 11. James Dyson Award in Zusammenarbeit mit der swiss design association (sda) verliehen worden. Die nationale Jury hat aus 29 eingereichten Schweizer Projekten aus den Bereichen Industrie- und Produktdesign das beste Projekt ermittelt. Die Gewinner erhalten 3000 Franken, eine Jungmitgliedschaft bei der swiss design association und ein Ideenkonzept von Atizo im Wert von 6000 Franken. Zudem nimmt das Schweizer Gewinnerprojekt mit neun weiteren Schweizer Studentenarbeiten an das internationale Halbfinale des James Dyson Award weitergereicht. Hier erhalten alle nochmals die Chance, 30 000 Pfund für sich und 10 000 Pfund für ihre Hochschule zu gewinnen. In der Schweiz setzte sich die Jury zusammen aus Urs Honegger (Redaktor Hochparterre), Alexis Georgacopoulos (Direktor ECAL Lausanne), Nicole Kind (Leiterin Industrial Design an der Zürcher Hochschule der Künste), Prof. Gregor Naef (langjähriger Präsident der swiss design association, Dozent an der Hochschule für Gestaltung und Kunst am Institut Industrial Design in Aarau, FHNW) und Peter Schweizer (Geschäftsführer Methosys GmbH).  

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