Christian Horisberger hat mit ‹Lima› eine Garderobe entworfen, die auch eine Bank für Kleine und Grosse ist. (Mütze: Fidelio, Zürich) Fotos: Lorenz Cugini

Das Sowohl-als-auch-Möbel

Die Arbeit an bestehenden Typologien macht die neue Kollektion des Massivholzmöblers Reseda interessant. Die Garderobebank von Christian Horisberger ist eigenwillig konzipiert: In die schmalen Schlitze der Bank gestellt, nehmen hochgereckte Paddel Jacke, Mütze oder Mantel auf. Zugleich ist die Garderobe Sitzgelegenheit, um sich die Schuhe an- und auszuziehen oder die Tasche abzulegen. Die Paddel sind aber auch verschiebbares Ornament und laut Horisberger selbst ein «Spielobjekt».

Eine Gruppe junger Designer hat vorletztes Jahr das Sortiment des Massivholzmöblers Reseda aufgefrischt. Nun ist die Kollektion unter Leitung von Art Director Thomas Walde und Geschäftsführer Andreas Niederer erweitert worden, mit einem Tagesbett, einem Tisch und zwei Garderobemöbeln. Interessant daran ist die Arbeit an bestehenden Typologien, die von einem experimentierfreudigen Team geleistet wurde. Nicht so sehr, was die Wahl des Möbeltypus betrifft – da hält sich Reseda an die Ausstattung traditionellen Wohnens, das Schrank, Tisch, Bett, Stuhl und Aufbewahrung benötigt. Mehr in der Art, wie diese Möbel weitergedacht werden. Das gilt für die Tagesbetten von Agnes Ögren und Christian Horisberger, die vorletztes Jahr überraschten. Und es gilt für die Garderobebank, die Horisberger nun dieses Jahr beisteuert. Konzipiert ist sie als Garderobe. In die schmalen Schlitze der Bank gestellt, nehmen ein oder mehrere hochgereckte Paddel Jacke, Mütze oder Mantel auf. Zugleich ist die Garderobe Sitzgelegenheit, um sich die Schuhe an- und auszuziehen oder um die Tasche abzulegen. Die Paddel sind aber auch verschiebbares Ornament, das man beim Hinausgehen gerne etwas in die Schräge rückt.Eine Erhöhung – wahlweise auf einer oder auf beiden Längsseiten der Bank – nimmt die Paddel auf, die nach links oder rechts kippen. Gehalten werden sie von Querstreben, die auf zwei Höhen ein enges Raster bilden. Ohne diese Paddel bleibt die Garderobe eine Bank. Steht sie an einem Tisch, sitzen die Kleinen auf den erhöhten Teilen. In der Sauna wird die einseitige Stufe der langen Bank zur Nackenstütze. Und wird ein Lärchen- oder Nadelholz gewählt, verwandelt sich die Garderobenbank ganz ohne seitliche Erhöhung in ein Feierabendbänkchen.Wie kam es zu diesem Entwurf, der im Nu so unterschiedliche Nutzungen ermöglicht? Eine Garderobe fehlte im Sortiment, stellte Christian Horisberger fest...
Das Sowohl-als-auch-Möbel

Die Arbeit an bestehenden Typologien macht die neue Kollektion des Massivholzmöblers Reseda interessant. Die Garderobebank von Christian Horisberger ist eigenwillig konzipiert: In die schmalen Schlitze der Bank gestellt, nehmen hochgereckte Paddel Jacke, Mütze oder Mantel auf. Zugleich ist die Garderobe Sitzgelegenheit, um sich die Schuhe an- und auszuziehen oder die Tasche abzulegen. Die Paddel sind aber auch verschiebbares Ornament und laut Horisberger selbst ein «Spielobjekt».

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