Ein Zweischalen-Stuhl von 1955. Fotos: Michael Lio © Designunddesign, 2015

Das Haus im Modulor

Eine Ausstellung im Architekturforum Zürich zeigt Hans Bellmann als Schweizer Gestalter einer neuen Ära moderner Wohnlichkeit. Ein Vortrag gibt morgen Abend Einblicke in die Aufarbeitung des Nachlasses.

Die Sonderausstellung von Design+Design gastiert während 24 Tagen im Architekturforum Zürich und ist Hans Bellmann (1911-1990) gewidmet. Als freischaffender Architekt und Entwerfer entwickelte er Möbel, baute Einfamilienhäuser, richtete Möbelgeschäfte ein und entwarf Industrieprodukte. In der Ausstellung wird die Schlüsselposition von Hans Bellmann als Schweizer Gestalter einer neuen Ära moderner Wohnlichkeit aufgezeigt, dessen Werk bis heute Auswirkungen hat. Seine Entwürfe wurden ein Dutzend Mal mit der Auszeichnung «Die Gute Form» vom Schweizerischen Werkbund ausgezeichnet. Die von Joan Billing und Samuel Eberli entwickelte und von Arthur Rüegg begleitete Ausstellung zeigt einen Ausschnitt aus der Geschichte des Schweizer Designs und setzt die Reihe der «Protagonisten der Schweizer Wohnkultur» zu relevanten Designern mit Hans Bellmann fort. Hans Bellmann wurde durch sein Studium am Bauhaus in Dessau/Berlin geprägt. Nach einer Mitarbeit bei Mies van der Rohe in Berlin entwickelte Hans Bellmann in der Schweiz eine ganze Reihe von Typenmöbeln in den 1940er bis 1950er Jahren, unter anderem den Kolonialtisch, das Spannstützengestell und den Einpunkt-Stuhl. Als Architekt baute er mehrheitlich kleinmassstäbliche Häuser, gestaltete Ausstellungen und Inneneinrichtungen. Der Vortrag «Das Haus im Modulor» gibt Einblicke in die Aufarbeitung des Nachlasses und präsentiert die Publikation zur Ausstellung.

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