Der Berner Architekt und Designer Uli Huber war über 20 Jahre lang Chefarchitekt bei der SBB. Fotos: Dominique Uldry

Berner Design Preis 2019 an Uli Huber

Der Berner Architekt und Designer Uli Huber war über 20 Jahre lang Chefarchitekt bei der SBB. Nun ehrt ihn die Berner Design Stiftung für sein Lebenswerk.

Uli Huber prägte über 20 Jahre lang als Chefarchitekt bei der SBB sowohl das Erscheinungsbild als auch die Bauten des Unternehmens. «Die Berner Design Stiftung ehrt ihn für seine Pionierarbeit im Bereich der institutio­nellen Architektur. Sein Gestaltungswille manifestiert sich in einem Gesamtkunstwerk, das alle Disziplinen miteinbezieht. Er hat eine breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht, dass die Identität einer Instituti­on sowohl in der Architektur, dem Produktdesign als auch in der Grafik zum Ausdruck kommt», sagt Anna Niederhäuser, Präsidentin des Fachausschusses der Berner Design Stiftung.

Die Preissumme beträgt 15'000 Franken. Nach dem Prinzip der Patenschaft gibt der Preisträger 5000 Fran­ken davon an eine förderungswürdige Gestalterin weiter. Uli Huber hat als Newcomerin die 34-jährige Produktdesignerin Lisa Ochsenbein gewählt. Die heute in Zürich ansässige Bernerin hat etwa das Taschenlabel «Nasire» initiiert und leitet die Tandemprojekte des «Design und Technology Lab» der ZHdK und der ETH Zürich.

Die Berner Design Stiftung vergibt den Berner Design Preis dieses Jahr bereits zum achten Mal. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 28. März 2019, um 19 Uhr im Kornhausforum in Bern anläss­lich der Eröffnung der Ausstellung «Bestform» statt. Die Laudatio zum Berner Design Preis hält Hochparterres Chefredaktor Köbi Gantenbein.

Die «Bestform» präsentiert alle weiteren von der Berner Design Stiftung geförderten Projekte. Dieses Jahr unter anderem zu sehen: Collectiv Swallows Kollektion «Restaurant zum Schwälbli», Grafikdesign von Daniel Peter, «Motion Type», Produktdesigner Dimitri Bählers «Modularity ls lnteraction» und die «Collection 19.90» von NCCFN. Heuer gibt es zudem eine Jubiläums-Ausstellung unter dem Titel Thema «150 Jahre Gewerbemuseum Bern – von den Anfängen der Muster- und Modellsammlung bis 1921». Ausgestellt werden nebst den Glasfenstern der Eingangstüre zum Museum von 1890 auch Silberfiligranschmuck aus dem Südtirol, Jugendstilvasen aus Tschechien sowie einheimische Meisterwerke.

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