Kasetten retten: Das wohl wichtigste Musikmedium der 1960er- bis 1990er-Jahre erlebt ein Revival. Fotos: Lorenz Cugini

Banalog

Das wohl wichtigste Musikmedium der 1960er- bis 1990er-Jahre erlebt ein Revival: «Banalog» aus Luzern produziert Kassetten in Kleinstauflagen – Serien von jeweils fünf Band-Compilations, auf hundert Stück limitiert.

Sonntag für Sonntag sind wir früher vor dem Radio gesessen und haben Hitparaden-Songs auf Band gespielt – die Musikkassette, ein wunderbares Ding! Aus dieser Leidenschaft ist zwanzig Jahre später das kleine, feine Label Banalog von Lilia und David Glanzmann entstanden: «Tapes nur als Lookalikes auf der iPhone-Hüllen wieder aufleben lassen? Das darf nicht sein.» Denn eigentlich hatte man sie bereits abgeschrieben, die Musikkassette, deren Bänder beim Spielen oder Spulen stets irgendwo hängen blieben und sich verhedderten. Nun erlebt das wohl wichtigste Musikmedium der 1960er- bis 1990er-Jahre ein Revival. Banalog aus Luzern produziert Kassetten in Kleinstauflagen: Serien von jeweils fünf Band-Compilations (etwa von Huck Finn und Angela Correa), auf hundert Stück limitiert, mit eigens gestalteten Covers. Die erste Reihe entworfen hat der Berliner Sebastian Haslauer aka «Hasi macht Sachen», mit viel Herzblut für die Kasette inszeniert und fotografiert hat sie der Zürcher Lorenz Cugini. 

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