Möbelfabrik Wellis an der Ettiswilerstrasse in Willisau. Fotos: Google Maps

Aus für Wellis Möbelfabrik

Die Wellis Möbelfabrik in Willisau hat ihre Bilanz deponiert. Die Möbelfabrik Bläuer aus Biglen wird künftig in Willisau die Marke team by Wellis produzieren. 44 der 47 Angestellten sollen dabei weiterbeschäftigt werden.

In einer Mitteilung begründet der Verwaltungsratspräsident Rolf Kasper diesen Schritt mit konjunkturellen und strukturellen Ursachen. Gerade erst vor einem Jahr lancierte Team by Wellis eine neue Möbelkollektion mit dem Zürcher Designer This Weber, dessen Entwürfe eine neue Ära markieren sollten. Doch trotz allen Bemühungen habe in den letzten Monaten keine tragbare Lösung für die Fortführung der Wellis Möbelfabrik gefunden werden können. Kasper führte die Probleme auf die Umsatzeinbussen zurück, die auch mit der Währungssituation zu tun hätten. Die Kunden bevorzugten ähnliche, aber günstigere Produkte. Wellis habe zwar das Sortiment eingeschränkt und defizitäre Produkte gestrichen, der budgetierte Umsatz sei aber auch damit nicht erreicht worden, sagte Kasper. Die Möbelfabrik Bläuer gehört wie die Wellis Möbelfabrik zur Familienholding von Rolf Kasper. Bläuer wird auch einen Teil der eigenen Produktion nach Willisau verlegen. Kurt Bläuer hatte Wellis bereits in den letzten Monaten interimistisch geführt. Es ist ein weiteres Kapitel einer langen Geschichte. Nachdem eine private Investorengruppe, zu der neben Peter Pfister auch bereits Rolf Kasper gehörte, das Unternehmen 2008 von den früheren Eigentümern Kurt und Egon Babst übernommen hatte, wurde es 2010 mit damals noch rund 90 Angestellten an die De Sede Group in Klingnau verkauft. Darauf wurde die Polsterei in Willisau geschlossen. 2012 meldete bereits De Sede für Wellis die Insolvenz an. Das Unternehmen wurde darauf von Rolf Kasper übernommen. Nun hat auch er für das Unternehmen die Bilanz deponieren. 

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