«American Readers at Home» im Museum im Bellpark in Kriens. Fotos: Martin Stollenwerk

Aus Buch wird Raum

Vom Buch zur Ausstellung: Ludovic Balland erzählt diesen Donnerstag in der frisch renovierten Luzerner ZHB, wie «American Readers at Home» zuerst ein Buch und nun eine Ausstellung im Museum im Bellpark wurde.

21.000 Kilometer reiste Ludovic Balland vor vier Jahren quer durch die USA, zwei Monate vor und zwei Monate nach der amerikanischen Präsidentschaftswahl. Für sein Projekt «Day after Reading» führte er mehrere Dutzend Interviews und fotografierte. Daraus entstand das Buch «American Readers at Home», das in 55 Interviews und 400 Bilder den amerikanischen Leser und sein Umfeld in den Mittelpunkt stellt. Das Buch ist vergriffen und wird aktuell neu aufgelegt.

American Readers at Home ist vergriffen – und wird im November neu aufgelegt.

Heute steht Amerika wieder vor einer Präsidentschaftswahl. Für eine Ausstellung im Museum im Bellpark in Kriens editiert Ludovic Balland die Inhalte und überträgt sie in ein grösseres Format. Eine interessante Umkehrung – sagte Ludovic Balland in einem Portrait vor vier Jahren doch «Ein Buch ist ein Haus» (siehe HP 11/16). Das Cover sei die Eingangstür. Dann folgen öffentlichere Räume wie das Wohnzimmer für den allgemeinen Inhalt. Und es gebe Raum für Intimes im Schlafzimmer. «So lassen sich Geschichten erzählen», sagt der Grafiker.

Das vergriffene Buch in der Ausstellung «American Readers at Home».

Das gelingt ihm auch in Kriens hervorragend: «American Readers at Home» ist ein erlebbares Zeitdokument, das Erinnerungen teilt, Fragen aufwirft, die Besucherinnen und Besucher in den Mittelpunkt stellt und einlädt, den eigenen Nachrichtenkonsum zu hinterfragen. Die Ausstellung ist noch bis 8. November 2020 im Museum im Bellpark zu sehen – auch während der Wahlnacht vom 3. auf den 4. November 2020, die gleichzeitig die Buchpräsentation der neu aufgelegten Edition ist.

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