Vollmilch und Wölkli-Käse. Fotos: Bea Weinmann

Auf Molke 7

In Bäch bei Beromünster haben drei Landwirte und ein Käsermeister die einstige Molki wiederbelebt. Unabhängig von Grossverteilern arbeiten sie nach selbstauferlegten Grundsätzen. Einer sagt: Alle Milch für den Käse stammt von braunen Kühen. Die Luzerner Werbeagentur Menu Drei gab ihnen den Namen Molke 7. Der Schriftzug und der Auftritt von der Verpackung bis zum Laden transportieren die Handarbeit.

Seit Tanklastwagen die Milch direkt bei den Landwirten abholen und in grosse Industriebetriebe karren, schliessen die kleinen Käsereien der Luzerner Landschaft – so auch die ehemalige Emmentaler-Käserei in Bäch bei Beromünster. Nun haben drei Landwirte und ein Käsermeister die einstige Molki wiederbelebt – als gleichberechtigte Partner der Aktiengesellschaft Molke 7. Auch für das Corporate Design gingen die vier einen unüblichen Weg: Denn ebenso standardisiert wie der Emmi-Käse sind schweizweit das Butterpapier und die Joghurtbecherli, Kleinmengen in eigenem Design sind kaum möglich.Für die Neupositionierung kontaktierten sie die Luzerner Werbeagentur Menu Drei. Simon Kassewalder, Alexandra Nessler und Conny Willi hatten für den umtriebigen Käsermeister Peter Limacher bereits eine Verpackung für seine eigene Fonduemischung entworfen. Nebst ‹Peter’s Fondue› verkauft Molke 7 nun auch verschiedene Hart-, Weich- und Frischkäse, Milch, Molke, Heubutter und hausgemachtes Joghurt. Es galt, durch Verpackung, Drucksachen und Webauftritt die Handarbeit zu transportieren, die in den Lebensmitteln steckt. Doch als Erstes erdachten die Gestalter gemeinsam mit dem Texter Thomas Campolongo den Namen fürs neue Geschäft: «Die Käserei liegt auf einer Anhöhe, das brachte uns auf das Bild der Wolke», sagt Simon Kassewalder. Das Logo liessen sie von einem Schriftenmaler entwerfen: «Damit die Handarbeit auch da ersichtlich wird.» Das Butterpapier erinnert an ein Küchentuch, und die farbigen Etiketten der Joghurts springen im Kühlregal ins Auge. Da es sich um Kleinmengen handelt, werden diese bis auf Weiteres an einem Inkjetdrucker gefertigt – was den Produkten eine zusätzliche und charmante Patina des Handgemachten verleiht.Wirken wollen die Molke-7-Macher unabhängig vom preisbestimmenden Handel und den Grossverteilern. Sie vermarkten ihre Produkte selbst, verkaufen sie a...
Auf Molke 7

In Bäch bei Beromünster haben drei Landwirte und ein Käsermeister die einstige Molki wiederbelebt. Unabhängig von Grossverteilern arbeiten sie nach selbstauferlegten Grundsätzen. Einer sagt: Alle Milch für den Käse stammt von braunen Kühen. Die Luzerner Werbeagentur Menu Drei gab ihnen den Namen Molke 7. Der Schriftzug und der Auftritt von der Verpackung bis zum Laden transportieren die Handarbeit.

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