Anna Kaminsky und Katharina Berger reisen zu Fuss nach Mailand, um dort zu servieren, was sie von zuhause mitgebracht, unterwegs bei lokalen Produzenten eingekauft oder auf Wiesen und in Wäldern gefunden haben. Fotos: Tomas Ribas

Amouse Bouche

Anna Kaminsky und Katharina Berger reisen zu Fuss nach Milano, um dort zu servieren, was sie unterwegs bei lokalen Produzenten eingekauft oder auf Wiesen und in Wäldern gefunden haben – ein Gemeinschaftsprojekt zum Thema Food Design der Kunsthochschulen Zürich, Basel und Genf.

Silotürme voller Apfelringe, Salz und Kaffee, ein Stück Gotthardgranit - Im Schweizer Pavillon an der Expo Milano scheint man bemüht um handfeste Zugänge zum Ausstellungsthema. Eine Designabsolventin der ZHdK und eine Designstudentin der HGK Basel haben einen besonders interessanten Weg gefunden, dieses greifbar zu machen. Einer, der durch die Teufelsschlucht, über den Gotthardpass und Chiasso nach Mailand führt; Anna Kaminsky und Katharina Berger reisen zu Fuss nach Mailand, um dort zu servieren, was sie von zuhause mitgebracht, unterwegs bei lokalen Produzenten eingekauft oder auf Wiesen und in Wäldern gefunden haben.Ihre zweiwöchige Wanderung ist Teil eines Gemeinschaftsprojekts zum Thema Food Design der Designstudiengänge der Kunsthochschulen Zürich, Basel und Genf. Masterstudierende der drei Schulen haben sich in Workshops mit der Frage auseinandergesetzt, mit welchen gestalterischen Mitteln die komplizierten Zusammenhänge rund um unsere Ernährung vermittelt werden können. Am 4. Juni tischen sie ihre Positionen als Mehrgänger «Taste the brain» im Swiss Corner des Centro Svizzero in Mailand auf, Kaminsky und Berger übernehmen das Amuse Bouche. Mit dem augenscheinig unverhältnismässigen Energieaufwand – zwei  Wochen Fussmarsch über die Alpen für einen kleinen Happen - wollen sie auf schmackhafte Weise auf die Auswüchse des globalen Lebensmittelhandels und der verlorenen Wertschätzung des von weither Mitgebrachten aufmerksam machen. Am 20. Mai marschieren die jungen Frauen in Zürich und Basel los, ob sie etwas Mehl aus der Zürcher Stadtmühle als Grundstock mitnehmen, was sie unterwegs wo einkaufen, und was in Mailand auf den Tisch kommt, ist noch ungewiss. Genügend Zeit für die Menüplanung haben sie auf jeden Fall und falls sie nicht rechtzeitig ankommen sollten, dürfte man das als Zeichen gegen eine Mentalität des überall zu jeder Zeit Erhältlic...
Amouse Bouche

Anna Kaminsky und Katharina Berger reisen zu Fuss nach Milano, um dort zu servieren, was sie unterwegs bei lokalen Produzenten eingekauft oder auf Wiesen und in Wäldern gefunden haben – ein Gemeinschaftsprojekt zum Thema Food Design der Kunsthochschulen Zürich, Basel und Genf.

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