Der Entwurf lebt vom Kontrast zwischen Astgabeln und der pulverbeschichteten Sitzfläche aus MDF. Ein Siegel an der Unterseite zeigt, aus welchem Wald die Äste stammen. Fotos: Stephan Rappo

Äste sägen

Christoph Schindler macht aus Uetliberger Astgabeln einen Hocker. Mit dem Tischler Martin Bereuter kombiniert er Handwerk, Maschinenarbeit und digitale Verarbeitung.

Christoph Schindler, Ihr neustes Forschungsprojekt heisst ‹Die serielle Astgabel›. Wie begann das?Im Mai 2012 klingelte das Telefon. Der Tischler Martin Bereuter aus dem Bregenzerwald war im Internet auf meine Dissertation gestossen. Darin unterscheide ich drei Arten, mit denen Holz verarbeitet werden kann: manuell, maschinell und mittels Informationstechnik. Auf der letzten Seite meiner Arbeit erwähne ich das Potenzial natürlich gewachsener Formen – etwa der Astgabel, die sich für starke Verbindungen eignet. Meine Gedanken interessierten den Tischler, und er kontaktierte mich für ein gemeinsames Projekt.Ein Hocker ist eines der am einfachsten zu produzierenden Möbel. Warum bot er sich an?
An ihm konnten wir zeigen, dass die Astgabel ausgesprochen belastbar ist, da sie durch die statische Belastung im Baum besonders tragfähiges Sondergewebe ausbildet. Umso erstaunlicher, das bisher niemand diese Eigenschaften nutzt?Nach heutigen Massstäben sind Astgabeln unbrauchbar und werden als Restholz im W...
Äste sägen

Christoph Schindler macht aus Uetliberger Astgabeln einen Hocker. Mit dem Tischler Martin Bereuter kombiniert er Handwerk, Maschinenarbeit und digitale Verarbeitung.

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