An der Blickfang shoppen

20 Jahre Blickfang

Seit 20 Jahren beglückt die Messe Blickfang Ende November das Zürcher Publikum mit schönen Dingen. Die Ausgabe 2016 findet zum letzten Mal vor dem Umbau im Kongresshaus statt. Nächstes Jahr zieht die Veranstaltung nach Oerlikon.

Seit 20 Jahren beglückt die Messe Blickfang Ende November das Publikum mit schönen Dingen. Initiator Dieter Hofmann brachte die Stuttgarter Blickfang nach Zürich. 1997 waren es rund 40 Ausstellerinnen und Aussteller – heute zählt die Messe an den Standorten Stuttgart, Zürich, Basel, Wien und Hamburg zwischen 150 bis 200 Labels. Rund die Hälfte davon sind auch dieses Jahr Neuzugänge, über deren Beteiligung eine Jury wacht. Die Aussteller wollen an den drei Tagen einen guten Anteil ihres Jahresumsatzes holen. Von Beginn weg war die Blickfang ein wichtiger Ort für Labels, ihre Karriere zu starten. Als «veritabler Startblock in die Selbständigkeit» für junge Designer bezeichnete Hochparterre im November 2000 die Messe. Daran hat sich bisher wenig geändert, auch wenn die Konkurrenz unter den Designer-Makers grösser, die Märkte unübersichtlicher geworden sind. Einige der Aussteller begleitete Hochparterre über längere Zeit, auch mit dem Blickfang Designpreis, den Hochparterre ab der 4. Ausgabe übernahm und bis 2011 organisierte. Ausgezeichnet wurden nicht nur die Designqualität der Produkte, sondern ebenso der Gesamtauftritt.

2008/09 gab es ein Redesign, wobei Zürich eine entscheidende Rolle zukam, erinnert sich Geschäftsführerin Jennifer Reaves: «Denn konstruktive Kritik zum Konzept der Blickfang kam immer zuerst aus der Schweiz.» Zugleich begann die Blickfang, mit international bekannten Namen zusammenzuarbeiten: als «Curators of the Year» begleiteten Sebastian Wrong, Nils Holger Moormann, Saskia und Stefan Diez, Jaime Hayon oder zuletzt Inga Sempé ausgewählte Teams. Und der Onlineshop wurde ausgebaut. Trotzdem bleibt die Messe ein wichtiger Treffpunkt. Die Ausgabe 2016 findet zum letzten Mal vor dem Umbau im Kongresshaus statt. Nächstes Jahr zieht die Messe nach Oerlikon. Auch da wird sie sich neu erfinden um jüngeren und bestandenen Labels den direkten Link zu ihren Kunden ermöglichen.

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