‹Sterilux› benötigt 1000 Mal weniger Wasser und 100 Mal weniger Energie als herkömmliche Sterilisierungsmethoden

1000 Mal weniger Wasser und 100 Mal weniger Energie

Jordane Vernet, Marc Spaltenstein, Michael Stettler und Lucas Meyer haben mit einer Sterilisationsbox für Operationsinstrumente den diesjährigen James Dyson Award in der Schweiz gewonnen.

‹Sterilux› benötigt 1000 Mal weniger Wasser und 100 Mal weniger Energie als herkömmliche Sterilisierungsmethoden und somit für den Einsatz in Drittweltländern besonders geeignet. Das System sterilisiert mit Ozongas, das durch die chemische Verbindung von Sauerstoff und Luftverunreinigungen entsteht. 1 Milliliter Wasser und 5 Minuten Funktionsdauer reichen aus, um mehrere Operationsinstrumente zu sterilisieren. «In Drittweltländern können Operationsinstrumente Hygienemassnahme aufgrund von knapp vorhandenen Ressourcen nur mangelhaft oder gar nicht durchgeführt werden. Verunreinigte Operationsinstrumente führen zu schweren Infektionen bei Patienten und nicht selten zu deren Tod. Viele Ansteckungen könnten mit keimfreien Behandlungsinstrumenten verhindert werden» schreibt der James Dyson Award über die Bedeutung von ‹Sterilux›. Das Siegerprojekt basiert auf Teamwork: Das technische Know-how für ‹Sterilux› stammt aus einer Forschungsarbeit von Marc Spaltenstein an der EPFL. Jordane Vernet widmete dem Projekt ihre diesjährige Bachelorarbeit an der ECAL und hat ein funktionales und formschschönes Design erarbeitet. Am Batterie-System hat Lucas Meyer gearbeitet. Um ihre Vision zu verwirklichen haben die Studierenden Start-up-Unternehmen gegründet.  

Neben dem Sieger hat die nationale Jury aus den 36 eingereichten Schweizer Projekten vier weitere Projekte für das internationale Finale ermittelt. Diese sind:

‹PB Rapid Grip› von Dean Kauffmann und Andreas Arabiano (FHNW): Ein Schraubenzieher, mit dem sich Schrauben dreimal schneller eindrehen lassen.
‹Kind Dermatome› von Halldòr Einarsson (ETH Zürich) und Patrick Heutschi (ZHDK): Ein Hauttransplantationsgerät, das geschädigte Haut bei brandverletzten Kindern präziser und schonender entfernt als herkömmliche Schneidgeräte.
‹Shinook› von Philipp Bühler (ZHdK) und Sarina Vetter (ETH Zürich): Ein System das die Wärmeffizienz alte Radiatoren erhöht.
‹MRI Stabilisation Headrest› von Michael Kennedy und Mark Pfändler (ZHdK): Ein Helm, der den Kopf während bei Hirnscans stabilisiert und so die bessere Bilder ermöglicht. 

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