Das Luzerner Möbel. Von der Spätrenaissance bis zum Biedermeier.

Zentralschweizer Möbelgeschichten

In den letzten zehn Jahren sind vermehrt Publikationen zum Schweizer Möbel erschienen. «Das Luzerner Möbel» beleuchtet die Zentralschweizer Möbelgeschichte.

Mit vielen Bildern illustriert es erstmals das Schaffen und Leben der Luzerner Schreiner vom 16. Jahrhundert bis in die Epoche des Biedermeiers, viele bisher unbekannte Möbel und Interieurs werden erstmals beschrieben. Dabei beziehen die Herausgeber die Landschaft mit den lokalen Zentren wie Beromünster, Sursee oder das Kloster St. Urban mit ein. Das Buch ermöglicht einen Blick auf eine bis heute weitgehend unbekannte Möbellandschaft. Wir lernen: in der Zentralschweiz haben Möbel häufig eine einfache und kräftige Grundform, die nicht selten mit schwarz eingefärbten Profilleisten gegliedert wird. Und die Luzerner liebten barocke Pracht – was sich mit der katholischen Konfession und der damit verbundene Tradition des Altarbaus und Bildschnitzens erklären lässt. Wer das eine oder andere Stück in echt sehen möchte, kann das noch bis Ende Oktober auf Schloss Heidegg tun: die Ausstellung «Möbelgeschichten» zeigt einige der im Buch abgebildeten Kommoden, Sitzmöbel, Tische und Spiegel.

Das Luzerner Möbel. Von der Spätrenaissance bis zum Biedermeier, Walter R. C. Abegglen und Sibylle E. Burckhardt, Pro Libro, Luzern 2011, CHF 89.-

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