Es gibt einen Adel der Städte und seinen Stammbaum hat Wolfgang Pehnt in diesem Buch nachgezeichnet.

Vom Adel der Städte

Nicht alle Städte sind gleich vornehm, nein, es gibt einen heimlichen Stammbaum. Wie im Adel üblich, zählt vor allem eines: Das Alter. Doch nicht die Jahre, sondern die Mythen entscheiden.

Ob Limmatathen, drittes Rom, Venedig des Nordens oder Elbflorenz, immer nobilitieren sich Städte durch den Vergleich mit Vorbildern. Denn es gibt einen Adel der Städte und seinen Stammbaum hat Wolfgang Pehnt nachgezeichnet. Es ist die Translatio nobilitatis die hier beschrieben wird, das Übertragen der Vornehmheit. Pehnt sagt dem Erinnern, doch ist es immer eine Selbsterhöhung. Wenn der junge Charles-Edouard Jeanneret stolz darauf pocht, von den Albigensern des 13. Jahrhunderts abzustammen fühlt er sich auserwählt, geadelt. Solothurn ist immer die vornehmere Stadt als Bern, weil Solothurn römisch und vorchristlich ist und Bern nur zähringisch und mittelalterlich. Der Stolz der Städte gründet auf Mythen, Pehnt gräbt sie aus. Drei Uradelige zählt er auf: Jerusalem, Athen und Rom. Der Felsen Golgatha ist für die Christen das Zentrum der Welt, die Quelle des Heils. Es ging nicht darum, Jerusalem nachzubilden, nein man begnügte sich mit Symbolbauten. Sie wurden «im Geiste» nachbaut, ein Heiliges G...
Vom Adel der Städte

Nicht alle Städte sind gleich vornehm, nein, es gibt einen heimlichen Stammbaum. Wie im Adel üblich, zählt vor allem eines: Das Alter. Doch nicht die Jahre, sondern die Mythen entscheiden.

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