Dieses Monsterbuch erzählt von einem England, das längst versunken ist.

Über die Gartenstadt alles

A. R. Sennett schrieb um 1900 ein Monumentalwerk von überwältigender Geschwätzigkeit. Es geht um die Gartenstadt, aber noch viel mehr um Englands Zustand. Man lernt «to think imperially». 

Der Mann konnte die Tinte nicht halten. Er schrieb 1385 Seiten über «Garden Cities in Theory and Practice». 1905 erschienen, 2016 neu aufgelegt, bei Hochparterre Bücher ausgeschieden, niemand hat’s gewollt. Mich hat’s gelockt. Der Ingenieur Alfred Richard Sennett (1858-1926) war ein unerbittlicher Besserwisser. Er wusste genau, was falsch war an der ersten Gartenstadt, die damals im Bau war, Lechtworth von Barry Parker und Raymond Unwin: Alles. Er kritisierte das Kreisschema des Erfinders Ebenezer Howard und hielt ein Rechteckraster für besser, doch dass in Letchworth der Kreis gar nicht zum Zuge kam, fiel ihm nicht auf. Überhaupt nahm er die entstehende Gartenstadt nur am Rand zur Kenntnis, denn er entwickelte seine eigene. Sein Stadtbaustein war das Sechseck. Wie im Bienenstock gibt’s Arbeiterinnen und Drohnen, darum schlägt er auch zwei unterschiedliche Stadtteile vor, die für die Arbeiter und die für die Hablichen.  Denn Sennett hatte klare Ansichten: Sozialismus dein Name ist Untergan...
Über die Gartenstadt alles

A. R. Sennett schrieb um 1900 ein Monumentalwerk von überwältigender Geschwätzigkeit. Es geht um die Gartenstadt, aber noch viel mehr um Englands Zustand. Man lernt «to think imperially». 

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