Writing about architecture

Schreiben über das Schreiben über Architektur

Endlich ein Buch über das Handwerk des Architekturjournalismus! Wir haben voller Spannung gelesen, was Alexandra Lange, Dozentin für Architekturkritik an der New York University, zusammengetragen hat.

Kein Buch haben wir in diesem Jahr sehnlicher erwartet als «Writing about architecture». Ein Handbuch soll es sein — mit dem Ziel aufzuzeigen, wie jedermann kritisch und effizient über die Stadt der Gegenwart schreiben kann. Jedes Kapitel ist einem Typ zugeordnet, etwa dem Hochhaus, Museum oder Park, und beginnt mit dem Abdruck eines Essays von Autoren wie Lewis Mumford, Michael Sorkin, Charles W. Moore oder Jane Jacobs. Alexandra Lange analysiert die Texte und setzt sie mit ihrer eigenen Erfahrung in Verbindung. Der Leser wird ermutigt, in den Fussstapfen der Vorbilder zu wandeln. Es gibt viele Wege, eine Kritik zu schreiben. Doch empfiehlt Lange, einen von vier Ansätzen zu wählen: formal (Beschreibe, was man sieht!), Erfahrung (Wie fühle ich mich im Bauwerk?), historisch (Wie ist das Bauwerk einzuordnen?), aktivistisch (Was bringt das Bauwerk den Stadtbewohnern?). Wichtig sei der Fokus. Man muss sich limitieren, eine Geschichte erzählen und alles darauf ausrichten, am Schluss auf den Punkt zu kommen. Also kommen auch wir zum Punkt: Als Architekturjournalist kommt einem das alles recht bekannt vor, aber die sechs grossartigen Essays einmal wieder zu lesen, hat Freude gemacht. 

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