Das Buch versammelt 200 Bauten, die im Kanton Solothurn zwischen 1940 und 1980 entstanden sind.

Nachkriegsüberblick

Ein Buch und zwei Ausstelllungen widmen sich der «Baukultur im Kanton Solothurn 1940-1980». Die 200 versammelten Objekte zeigen: Der Kanton hat mehr zu bieten als die «Solothurner Schule».

Architektur im Kanton Solothurn während der Nachkriegszeit ist mehr als die «Solothurner Schule». Das zeigt die Publikation «Baukultur im Kanton Solothurn 1940-1980», die die kantonale Denkmalpflege Solothurn letztes Jahr herausgegeben hat. Das Werk bietet erstmals einen breiten Überblick über die Zeit zwischen 1940 und 1980, und dies aus allen Sparten: Ob Schulen oder Industriehallen, Kirchen oder Wohnsiedlungen, alles ist versammelt. Michael Hanak hat 200 Objekte dokumentiert, der Fotograf Børje Müller hat sie neu abgelichtet. Hanak führt in der Einleitung fundiert durch die Architektur der Nachkriegsmoderne. Pläne und Fotos zeigen viele Bauten ausführlich. Wer noch mehr wissen will, findet zu jedem Objekt Literaturangaben. Noch sind nur wenige der Gebäude aus den Boomjahren unter Schutz gestellt. Umso wichtiger, die Öffentlichkeit für diese Bauepoche zu sensibilisieren. Insbesondere da Solothurn nicht über ein flächendeckendes Bauinventar verfügt, wie dies andere Kantone kennen.Die Vertreter der Solothurner Schule kommen selbstverständlich gross heraus. Das Buch zeigt die metallene Präzision von Fritz Haller, die Glas-und-Stahl-Bauten Franz Füegs oder die Betonstrenge eines Hans Zauggs. Auch andere wichtige Namen haben im Kanton gebaut, darunter Walter Maria Förderer, der den Beton zu wuchtigen Skulpturen formt, oder Heinz Isler, der ihn zu grazilen Schalen giesst. Daneben findet man manche weniger hoch dotierte Bauten, die es lohnt zu entdecken. Dabei fällt auf, wie klar man einzelne Projekte den Architekturströmungen der Zeit zuweisen kann – auch wenn sie nicht so stringent wie jede der Meister sind. Ein ausführliches Verzeichnis und eine Karten rundet das Angebot hab. So kann jeder schnell nachschlagen, ob in seinem Dorf eine Nachkriegsperle zu finden ist. Wer sich nicht im detaillierten Buch vertiefen mag, der spaziert in ein der gleich zwei Ausstellunge...
Nachkriegsüberblick

Ein Buch und zwei Ausstelllungen widmen sich der «Baukultur im Kanton Solothurn 1940-1980». Die 200 versammelten Objekte zeigen: Der Kanton hat mehr zu bieten als die «Solothurner Schule».

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