Ein Verlag als Familienbetrieb: Heinz, Antonia, Linus und Anna Maria Wirz.

Langlebiges aus Luzern

Der Quart Verlag von Heinz Wirz und seiner Familie feiert sein zwanzigjähriges Bestehen. Seine Bücher sind aus den Regalen Schweizer Architekten nicht mehr wegzudenken, vor allem die Reihe De aedibus.

Am 17. Oktober 2000 erschien mein allererster Artikel. Es war eine Rezension im Tages-Anzeiger und es ging um das Buch über Miroslav Šik im Quart Verlag, der zweite Band in der Reihe De aedibus. Ich schrieb: «In sorgfältiger und zurückhaltender Gestaltung präsentieren sich seine bisherigen Publikationen als gültiger Beitrag einer Architekturdiskussion.» 19 Jahre später schreibe ich: Stimmt.

Heuer feiert der Luzerner Quart Verlag seinen 20. Geburtstag. 260 Bände sind mittlerweile erschienen, allein De aedibus, die Reihe, die monografisch das Werk von Schweizer Architekturbüros zeigt, ist bei 79 Nummern angelangt. Zusammen mit den 18 hellblauen De aedibus international sind es also fast hundert Bände, rostbraun oder himmelblau – und nach zwanzig Jahren gibt es noch immer keinen Grund ihnen ein anderes Aussehen zu geben. Gewichtige Monografien sind dazugekommen, von Gion A. Caminada, Valerio Olgiati oder Peter Märkli, auch thematische Bücher wie das über die Analoge Architektur oder den Zürcher Wohnungsbau.

Einst gab der heute 69-jährige Heinz Wirz neben seiner Arbeit als Architekt die Ausstellungskataloge der Luzerner Architekturgalerie heraus. 1999 erfüllte er sich dann den Herzenswunsch und gründete einen Verlag. Zusammen mit seiner Frau Anna Maria Kupper Wirz machte er daraus einen der «wichtigsten Architekturbuch-Verlage Europas», wie sie selber stolz und richtig schreiben. Die gemeinsamen Kinder Antonia (40) und Linus (38) sind auch schon einige Zeit im Boot. Sie werden den Verlag sukzessive übernehmen. Glückwunsch! Macht weiter so!

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