André Seidenbergs Buch klärt in zwei Abteilungen auf: Der medizinischen Lebensgeschichte Seidenbergs und, als Anhang, eine zusammenfassende Chronik der Ereignisse auf dem Platzspitz.

Ich schwänzte den Drogenkrieg

Es dauerte lange bis Zürich begriff: Die Drögeler kriegen wir nicht weg. Der Arzt André Seidenberg setzte eine neue Drogenpolitik durch. Stichwort Methadon. Der Stadtwanderer war nicht dabei. 

Mich trieb das schlechte Gewissen. Ich hatte das erfolgreich verdrängt, mich nie darum gekümmert. Das Drogenelend in Zürich nämlich. Dabei hat Hochparterre davon profitiert. In unseren Büroräumen an der Ausstellungsstrasse 25 war eine Werkstatt und Schule für Behinderte eingemietet, die vor der Szene geflüchtet ist und uns Platz machte. Zwar liegt der Platzspitz gleich in unserer Nachbarschaft, doch ich hatte die Augen zugedrückt, wollte davon keine Kenntnis nehmen. Denn ob man’s in der Zeitung liest oder an Ort anschaut, macht einen Unterschied. Ich war nur ein einziges Mal als neugieriger Tourist auf dem Platzspitz. Die gehen mich nichts an! Die Angst und die Abscheu flüchteten ins Wegschauen. Wenigstens hinterher, dachte ich, sollte ich mich mal informieren. André Seidenbergs Buch «Das blutige Auge des Platzspitzhirschs» versprach mir Aufklärung. Die kriegt man saftig. In zwei Abteilungen: Der medizinischen Lebensgeschichte Seidenbergs und, als Anhang, eine zusammenfassende Chronik der Er...
Ich schwänzte den Drogenkrieg

Es dauerte lange bis Zürich begriff: Die Drögeler kriegen wir nicht weg. Der Arzt André Seidenberg setzte eine neue Drogenpolitik durch. Stichwort Methadon. Der Stadtwanderer war nicht dabei. 

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