Valendas. Die Welt im Dorf.

Dorfleben

Valendas ist ein melancholisches Buch über eine langsam untergehende Kultur. Aber auch ein Buch der Zuversicht.

Von Valendas aus sieht man hinüber in die «Weisse Arena» von Flims und Laax. Dort die grossen wohlhabenden Tourismusorte, hier auf der Schattenseite das Dörflein am Eingang ins Safiental. Mit bemerkenswerten Anstrengungen entwickeln die Dorfbewohner im Verein «Impuls Valendas» ihren Ort. «Ferien im Baudenkmal / Türalihus»    heisst    ein    Projekt    des Schweizer Heimatschutzes; «Engihus» heisst eines zur Wiederbelebung eines Gasthauses. Trotz vieler Unterschiede haben Flims-Laax und Valendas eine Gemeinsamkeit: ihre enge Beziehung zum Unterland, mit Kapitalzufluss und Mitmachern — vom Heimatschutz bis zu Privaten. Zwei Unterländer, der Fotograf Paul Joos und der Texter Christoph Schwyzer, haben nun ein Fotobuch publiziert. Berglerischer Eigensinn wird in Schwarz-Weiss zelebriert, ein melancholisches und exemplarisches Buch über eine langsam untergehende Kultur. Aber auch ein Buch der Zuversicht mit Bildern von grossen Traktoren, heldenhaften Waldarbeitern und pausbäckigen Kindern. Aufschlussreich ist ein angehängter Textteil mit einer Handvoll kurzer, praktischer und gescheiter Essays über regionale Entwicklung.

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