De Gruyter übernimmt Jovis

Die Verlagsgruppe De Gruyter, zu der seit 2012 auch Birkhäuser gehört, übernimmt den Berliner Architekturverlag Jovis. Der Tübinger Ernst Wasmuth Verlag steht zum Verkauf.

Der 1995 gegründete Jovis Verlag veröffentlicht etwa 60 Titel im Jahr in den Bereichen Stadtforschung, Urban Design und Architektur sowie Landschaftsarchitektur und Denkmalpflege, zeitgenössische Kunst und Fotografie. Wie am 29. Januar in einer Pressemeldung bekannt gegeben, kauft De Gruyter den Jovis Verlag von dessen Verleger und Gründer Jochen Visscher. Visscher bleibt Jovis als Berater eng verbunden und wird in dieser Funktion auch De Gruyter bei dem weiteren Ausbau des Architekturprogramms unterstützen. Die Architektin und Journalistin Doris Kleilein, seit Mai 2018 als Programmleiterin im Jovis Verlag tätig, wird als Editorial Director den Jovis Verlag im Hause De Gruyter weiterführen. «Ich freue mich, dass der Jovis Verlag, den ich vor fast 25 Jahren in Berlin gegründet habe, nun auch weiterhin eine sichere Basis hat. Gemeinsam mit dem Birkhäuser Verlag werden wir die Zukunft gestalten. Unser Ziel ist es, Synergien zu nutzen und gleichzeitig die Eigenständigkeit der Marken Jovis und Birkhäuser und die gewohnt hohe Qualität der Publikationen zu bewahren», so Jochen Visscher. «Die Kooperation mit Jovis zeigt klar unsere Wachstumsstrategie im Bereich Architektur. Gemeinsam freuen wir uns auf den Ausbau und das weitere Wachstum unserer Programme.» sagte Till Meinert, Vice President Professionals bei De Gruyter in der Pressemeldung.

Auch der Tübinger Ernst Wasmuth Verlag, einer der ältesten familiengeführten Verlage Deutschlands für Architektur, Archäologie, Kunst und Design, steht zum Verkauf, wie das Tübinger Tagblatt heute berichtet. Der Verlag hat bereits im Mai 2018 beim Amtsgericht Tübingen Insolvenz angemeldet.

 

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