Das Studio-Publikum experimentiert mit der Keimschen Tischwerkstatt.
Im Auftrag von Keimfarben

Glänzen, glitzern, glimmern, schimmern

In der Online-Werkstatt der Schweizer Baumuster-Centrale zeigt die Firma Keimfarben den Architektinnen und Architekten, wie sie mit Metallic- und Effektpigmenten ihre Farbkonzepte erweitern können.

«Ein bewusster und präziser Einsatz von Effektpigmenten kann einem Gebäude eine äusserst prägnante und raffinierte Farbwirkung verleihen», sagt Thomas Klug in die Kamera. Klug steht professionell ausgeleuchtet in der Schweizer Baumuster-Centrale in Zürich. Der Geschäftsführer der Firma Keimfarben begrüsst das Online-Publikum auf dem Youtube-Kanal der Baumuster-Centrale, das sich aus dem Atelier, dem Büro oder von Zuhause zugeschaltet hat. Alle Zuschauerinnen und Zuschauer haben vorgängig per Post ein Set mit Farben, Untergründen und Werkzeugen zugeschickt bekommen. Tischwerkstatt nennt Klug die Kiste, seine eigene Erfindung. Das Set liegt jetzt auch auf dem Tisch vor Gregory MacLeod, diplomierter Farbgestalter und Anwendungstechniker bei Keimfarben. Er lacht in die Kamera und zeigt, wie es geht: Farben mischen, verdicken und verdünnen, auftragen und mit Glitzer und Glimmer bestreuen. Ton in Ton, mehrfarbig, lasierend oder halbdeckend. «In Verbindung mit Beton, Putz und Farbe eröffnen Metallic- und Effektpigmente eine grosse Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten», erklärt MacLeod.

Thomas Klug, Geschäftsführer der Firma Keimfarben, gibt dem Online-Publikum eine Einführung in die Welt der Effektpigmente.

Gregory MacLeod, diplomierter Farbgestalter und Anwendungstechniker bei Keimfarben, zeigt wie man Farben mischt, verdickt und verdünnt und mit Glitzer und Glimmer bestreut.

Was der Farbgestalter zeigt, probieren einen Tisch weiter vier Architektinnen aus. Auch sie benutzen dazu die Keimsche Tischwerkstatt und dienen als eine Art Referenzpublikum für die Zuschauerinnen und Zuschauer auf Youtube. Diese bekommen vom grossen Aufwand, den die Baumuster-Centrale für das neue Format unternimmt, nicht viel mit. Acht Kameras filmen die drei Schauplätze. Ein dreiköpfiges Team organisiert die Aufnahme, in der Postproduktion werden die theoretische Einführung von Thomas Klug, die praktischen Tipps von MacLeod und die Experimente des Studiopublikums zu einer Sendung zusammengesetzt.

Achtung Aufnahme: die Sendung für die Ausstrahlung auf dem Youtube-Kanal der Baumuster-Centrale Zürich vorproduziert.

Mit der Online-Werkstatt bringt die Baumuster-Centrale Zürich ihre Workshops an die Architektinnen. Dem Brownbag-Lunch – die Übermittags-Reihe, die seit 10 Jahren die Hersteller-Präsentation, das Sandwich und das Networking vereint – folgte später das Werkstatt-Format, in der das Publikum nicht nur zuhört, sondern mitmacht und anfasst. Die Baumuster-Centrale streamt ihre Anlässe und stellt sie danach on demand ins Netz. So auch der erste Teil der Keimfarben-Werkstatt. Neu wird die Sendung vorproduziert, für das angemeldete Publikum erstausgestrahlt und dann als bleibendes Angebot im Netz platziert. Corona und die Digitalisierung haben auch diese Entwicklung mitbestimmt. Die Tischwerkstatt von Thomas Klug bringt das analoge Handwerk in die virtuelle Veranstaltung. Wer noch mehr Fragen oder Ideen hat, kann einfach an einem der schweizweit neun Standorte zum Keim-Baudialog vorbeigehen. Zusammen mit dem erfahrenen Personal kann er oder sie das gestalterische Potential des mineralischen Materials ausprobieren und nachvollziehen.

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Ton in Ton, mehrfarbig, lasierend oder halbdeckend: Metallic- und Effektpigmenten auf unterschiedlichen Oberflächen.

Seinen Vortrag beschliesst der Geschäftsführer mit einer Reihe von Beispielen aus der zeitgenössischen Architektur. Sie reichen vom Imprint Paradise in Seoul von MVRDV bis zum Zentrum Dorflinde vom Büro GFA in Zürich-Oerlikon. Dabei zeigt Thomas Klug, wie die Pigmente den Fassaden unterschiedliche Töne, Texturen und Glanz verleihen, abhängig vom Einfallswinkel des Lichts, der Reflexion und der Interferenz. «Die Vielfalt der Effekte zeigt sich auch in der Sprache», erklärt Klug. «Vom Glitzern grober Teilchen, über das Glittern, Glimmern und Schimmern feinerer Materialien, bis zum Schummern bei nur wenig Licht.»

Die Werkstatt ‹Feines Schimmern› im Video.

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