Typische Shikumen-Häuser. Fotos: Simone und Nils Wagner*

Hipstamatic China: Stadt der engen Gassen

Der Architekt Nils Wagner lebt mit seiner Familie in Shanghai. Für unsere Sommerserie «Hipstamatic China» dokumentiert er eine Gesellschaft, die gerade eine grossartige Umwälzung durchläuft.

Bis in die 1990er Jahre war Shanghai weder Blockrand-Stadt noch Hochhaus-Stadt. Bevor der gewaltige Stadtumbau begann, prägten die Li Longs das Stadtbild. Übersetzt heisst Li Long soviel wie «Enge Gasse»: Ein Resultat aus der Kombination des englischen Reihenhauses mit der traditionellen chinesischen Hofhaus-Typologie. Eine Stichgasse führt von der Hauptstrasse in die Blocktiefe, dort reihen sich an den Nebengassen die Shanghaier Shikumen-Häuser, welche durch ein «Steinernes Tor» über einen Vorhof betreten werden. Das Li Long war Antwort auf die rasante Stadtentwicklung der werdenden Weltmetropole im Ausgang des 19. Jahrhunderts. Es galt  den spekulativen Anforderungen einer Boomstadt und der Lebensvorstellung eines sich entwicklenden kosmopolitischen Bürgertums gerecht zu werden. Da sich Shanghai nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 baulich kaum weiterentwickelte, der Bevölkerungsdruck dennoch gross war, wurde die Bevölkerungsdichte der Li Longs durch die Zuteilung von Wohnraum an N...
Hipstamatic China: Stadt der engen Gassen

Der Architekt Nils Wagner lebt mit seiner Familie in Shanghai. Für unsere Sommerserie «Hipstamatic China» dokumentiert er eine Gesellschaft, die gerade eine grossartige Umwälzung durchläuft.

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