Miroslav Šik Fotos: Torsten Seidel

Die Schweiz in Venedig

An der 13. Architekturbiennale ist die Schweiz heuer eine der am stärksten vertretenen Nationen. Von hier kommen die sprödesten Beiträge, aber auch die wenigen, die das konkrete Venedig zum Thema machen. Wir schauen sie uns an.

Der offizielle Beitrag im Schweizer Pavillon, kuratiert von Miroslav Šik: «And now: the ensemble!»Das sechzig Meter lange und sechs Meter hohe Panorama ist eindrucksvoll. Man riecht noch die Fotochemie, mit der die collagierten Stadtteile von Miller & Maranta, Knapkiewicz & Fickert und von Šik auf den Putz belichtet wurden (s. Hochparterre 8/2012). Schade nur, dass sich die drei Teams nicht zu EINEM Panorama zusammenraufen konnten, sondern nur zu einem Triptychon, dessen Teile jedoch direkt aneinanderstossen. Und: Šiks Teil der Idealen Stadt ist nicht der stärkste, hat aber an der Kopfwand den prominentesten Auftritt. Für Eingeweihte auf jeden Fall sehenswert!Roger Diener im Hauptpavillon auf den Giardini: «Common Pavilions»Der Basler macht es sich zur Aufgabe, den Besuchern die Nationenpavillons in den Giardini zu erklären. Stimmungsvolle Schwarzweissbilder des Mailänder Fotografen Gabriele Basilico fassen den Raum; in knappen Texten auf einem Tisch beschreiben Autoren aus 30 Nationen den Pavillon ihres Landes: Architekten wie Marcel Meili oder Hermann Czech, Künstler wie Vito Acconci oder Denkmalpfleger wie Jörg Haspel. Auf der Webseite www.commonpavilions.com kann man alle Texte hören, von den Autoren in Originalsprache oder von einem Übersetzer auf Englisch gesprochen. Ein Buch sei in Arbeit. Ein schöner, ein ruhiger Beitrag. Doch kein Statement zur Architektur unserer Zeit.Caruso St.John im Hauptpavillon auf den GiardiniKeine Schweizer sind sie, doch die Londoner gehören immer mehr zur Schweizer Szene (s. Titelgeschichte im Hochparterre 10/2012), Adam Caruso lehrt an der ETH Zürich. Zwei der sechs Architekten, die sie an ihren grossen Tisch im Hauptpavillon einladen, sind in Zürich geboren: Peter Märkli zeigt den Hauptsitz der Firma Synthes in Solothurn (s. Titelgeschichte im Hochparterre 9/2012), Knapkiewicz & Fickert haben hier ihren zweiten Auftrit...
Die Schweiz in Venedig

An der 13. Architekturbiennale ist die Schweiz heuer eine der am stärksten vertretenen Nationen. Von hier kommen die sprödesten Beiträge, aber auch die wenigen, die das konkrete Venedig zum Thema machen. Wir schauen sie uns an.

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