Im Jahr 1992 war Hochparterre auf Baustellenbesuch beim Pionierprojekt Remishueb in St. Gallen. Ein erneuter Termin zeigt: Der genossenschaftliche Bau hält, was er versprach.
Revisited: Zurück in die Remishueb
Im Jahr 1992 war Hochparterre auf Baustellenbesuch beim Pionierprojekt Remishueb in St. Gallen. Ein erneuter Termin zeigt: Der genossenschaftliche Bau hält, was er versprach.
Fotos: Beni Blaser
Bus 1 fährt vom Bahnhof St. Gallen praktisch schnurgerade ostwärts, vorbei an barocken Stadthäusern, Claude Paillards ikonischem Sichtbeton-Theater und den Grossbauten des Kantonsspitals. Bei ‹Zil›, einen Stopp vor der Endhaltestelle, kündigen Autohäuser, Aldi und Ackerflächen den Übergang von Stadt zu Landschaft an. Hinter Bäumen versteckt, liegt hier eine Wohnüberbauung, die im St. Gallen der 1990er-Jahre Aufsehen erregte: die erste Etappe der Remishueb, eines kleinen Quartiers aus zwölf Häusern, dicht, grün, familienfreundlich.
Geschichten auf dem Prüfstand Der neu eröffnete Park, das soeben bezogene Haus, die jüngste Kollektion: Über Aktuelles zu schreiben, ist die Kernkompetenz von Hochparterre. Doch wie bewähren sich die von uns bejubelten und kritisierten Projekte über die Jahre? Und: Lagen wir mit unserer Einschätzung richtig? Für ‹revisited› wühlen wir uns durch 37 Jahre Hochparterre, besuchen Orte, Projekte und Personen erneut und stellen unsere Artikel von damals auf den Prüfstand. Zum Auftakt der losen Reihe sind wir in der Siedlung Remishueb zu Gast, über deren Fertigstellung René Hornung im Juli-Heft 1992 berichtete. Lesen Sie den ganzen Artikel von 1992: www.hochparterre.ch/remishueb
Bereits 1919 hatte es erste Pläne gegeben, auf der städtischen Landreserve mit Namen Remishueb Wohnungen zu bauen. Nach mehreren Anläufen, einem städtebaulichen Wettbewerb 1982, einer gescheiterten Volksabstimmung und der anschliessenden Reduktion und Etappierung des Projekts klappte es schliesslich: Auf Basis eines städtischen Gestaltungsplans baute ein Verband aus vier lokalen Genossenschaften die 125 erschwinglichen Miet- und Eigentumswohnungen der ersten Etappe.
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Kurz vor Bezug 1992 besuchte Hochparterre-Mitarbeiter René Hornung die Baustelle – es war die grösste der Stadt – und widmete dem «Lehrstück über d...
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