Der renommierte Preis, der alljährlich vom Bundesamt für Kultur verliehen wird, geht 2026 an den Künstler Fabrice Gygi, den Kurator Hilar Stadler und die Architektin Tilla Theus.
Die Verleihung des Prix Meret Oppenheim an Tilla Theus (*1943 in Chur) ist eine gute Entscheidung, nur schon deshalb, weil damit erstmals eine Frau gewürdigt wird, die ihr eigenes Architekturbüro führt. Tilla Theus macht das seit 1969, unbeirrbar ihrem eigenen Weg folgend und ohne falsche Bescheidenheit. Zahlreich sind die Um-, An- und Neubauten, die Tilla Theus verwirklicht hat, viele davon prägend für ihre Zeit und für die Stadt Zürich: Zu nennen wären der Umbau des Hotel Widder am Rennweg, der Anbau an die Rathauswache an der Limmat, der FIFA Hauptsitz beim Dolder, der Hofeinbau im Jelmoli oder – erst kürzlich – die Sanierung des Leuenhofs an der Bahnhofstrasse. Für das Drei-Häuser-Hotel Caspar in Muri erhielten Tilla Theus und Partner 2024 den Prix Lignum in Gold.
Gerne empfehlen wir zur Einstimmung auf den Prix Meret Oppenheim die Lektüre der Laudatio von Köbi Gantenbein, die dieser anlässlich der Verleihung des Bündner Kulturpreises an Theus 2023 gehalten hat.
Ebenfalls ausgezeichnet werden der Künstler Fabrice Gygi und der Kurator Hilar Stadler. Die Arbeiten von Fabrice Gygi (*1965 in Genf) hat in Genf studiert und unterricht. Seine Arbeiten werden an grossen Einzelausstellungen in der Schweiz und im Ausland gezeigt. «Seit den Neunzigern entwickelt Gygi – geprägt von der alternativen Hausbesetzerszene – eine Ästhetik des Entkommens», schreibt das BAK. Dieses Suchen finde sich in seinem gesamten Schaffen wieder: «Es ist das Streben nach Freiheit und der Drang, sich nicht im eigenen Gefängnis einzuschliessen.»
Hilar Stadler (*1963 in Luzern) studierte nach dem Vorkurs an der Schule für Gestaltung in Luzern an der Universität Zürich Kunstgeschichte und Filmwissenschaft. Seit 1996 leitet er das Museum Bellpark in Kriens. «Die Identität dieses Ortes ist untrennbar mit Hilar Stadler verbunden», s...
Tilla Theus wird mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet
Der renommierte Preis, der alljährlich vom Bundesamt für Kultur verliehen wird, geht 2026 an den Künstler Fabrice Gygi, den Kurator Hilar Stadler und die Architektin Tilla Theus.
12.02.2026 11:00