Touristische Gebiete kämpfen um erschwinglichen Wohnraum für Einheimische. Das erste Haus der Fundaziun da Puntraschigna zeigt Wege auf, wie sich im Engadin bezahlbarer Wohnraum schaffen lässt.
Die Gemeinde Pontresina ist nicht allein: Ob im Engadin oder in anderen touristischen Gebieten, die Mieten und Kaufpreise für Immobilien steigen, erschwinglicher Wohnraum für die Einheimischen ist knapp. Besonders ältere Menschen und Familien mit tieferem Einkommen sind davon betroffen. Im Frühling 2023 hat die Stimmbevölkerung mit der Gründung der Stiftung ‹Fundaziun da Puntraschigna› beschlossen einen neuen Weg zu gehen. Die Stiftung will ein Immobilienportfolio aufbauen, das gemeinnützigen und wirtschaftlich tragbaren Wohnraum für die Einheimischen sichert.
Bereits ein Jahr später übernimmt die Stiftung das Grundstück Nr. 2401 hinter dem Kongress- und Kulturzentrum ‹Rondo› für 75 Jahre im Baurecht. Das Grundstück hatte die Gemeinde gekauft. 2028 sollen dort dreissig Personen in einem Mehrfamilienhaus mit flexiblem Wohnungsmix Platz finden. Der offene, einstufige Wettbewerb ‹Pilotprojekt 2401› – begleitet vom Beratungsunternehmen KOS – hat 91 Architekturbüros angezogen. Gewonnen hat das junge Zürcher Büro ‹Atelier Candrian Meier›. «Das Projekt ist robust, pragmatisch, aber auch elegant und sehr vielversprechend», sagt Elli Mosayebi, die gemeinsam mit Andreas Ruch, Urs Padrun und Mengia Mathis in der Fachjury sass.
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In drei Schichten zum Sieg Das Siegerprojekt ‹Babetin› stach nicht nur mit der höchsten Belegungsdichte, sondern auch mit seinem einfachen, aber innovativen Grundriss heraus. Baseli Candrian und Annina Meier organisieren die Wohnungen in einem Dreischichtprinzip, das sich auch an der Fassade abzeichnet. In der mittleren Schicht ordnen sie eine Ess- und Kochhalle an, die zugleich als Erschliessung für die anderen Räume dient und in einer Loggia an der Stirnseite des Gebäudes endet. Die südseitige Schicht besteht aus grosszügig verglasten Zimmern, die wahlweise als Schlaf- oder Wohnzimmer genutzt werden ...
Pioniergemeinde Pontresina
Touristische Gebiete kämpfen um erschwinglichen Wohnraum für Einheimische. Das erste Haus der Fundaziun da Puntraschigna zeigt Wege auf, wie sich im Engadin bezahlbarer Wohnraum schaffen lässt.
27.01.2026 15:25