Der neu gestaltete Eingang betont den öffentlichen Charakter, der Anbau an der Rückseite gibt sich zurückhaltend. Fotos: Lucas Peters

Neue Räume, starker Auftritt

Das Architekturbüro RWPA hat das Fotomuseum in Winterthur erneuert und erweitert. Die zusätzlichen Räume ergänzen den Bestand auf unaufgeregte Weise.

Das Fotomuseum in Winterthur gilt schweizweit als eins der bedeutendsten seiner Art. Seinen Anfang nahm es 1993 durch den Umbau der ehemaligen Fabrikhallen. Mit der Zeit erwies sich die Fläche jedoch als zu knapp, fehlten Räume für die Wissensvermittlung und bestand Erneuerungsbedarf. Aus einem Wettbewerb unter Architekturstudierenden der ETH ging 2019 die Eingabe von Adrian Pigat als Sieger für das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt hervor. Da Pigat 2020 tödlich verunglückte, führte das Winterthurer Architekturbüro RWPA das Projekt fort und entwickelte es weiter.   ###Media_1### ###Media_2### Neu führen eine Treppe und eine Rampe direkt zur Eingangstür. Darüber spannt sich ein verspiegeltes Vordach auf. In der Dunkelheit sorgt eine zweizeilige Leuchtreklame für Aufmerksamkeit. Auf der Rückseite des Gebäudes schafft ein in Holzelementbauweise gefertigter zweigeschossiger Anbau zusätzliche Fläche. Seine Verkleidung aus Trapezblechen in Cortenstahl stammt vom ehemaligen Schulhaus Wallrüti in Winterthur, das 2023 abgebrochen wurde. Im Anbau befinden sich ein Ausstellungsraum, die Anlieferung und ein Vorbereitungsbereich für Ausstellungen. Alle anderen Eingriffe sind im Bestand erfolgt. Das neu über zwei Geschosse reichende Foyer bietet viel Raum und Licht. Eigens gestaltete Möbel kontrastieren mit der industriellen Architektur. Vom Foyer aus führen zwei Türen zu den beiden Ausstellungsbereichen. Rechts geht es in die sanft renovierte Shedhalle, links in den neuen Raum im Anbau. Ebenfalls neu sind Garderoben- und WC-Anlagen im Keller und drei Räume für die Kulturvermittlung, ein Fotolabor mit Camera obscura und ein Mehrzweckraum.   ###Media_3### ###Media_4### Die Erneuerung und die Erweiterung des Fotomuseums sind gelungen. Die zusätzlichen Räume ergänzen den Bestand auf unaufgeregte Weise. Auf Putz verlegte Installationen, geschliffene Betonböden...
Neue Räume, starker Auftritt

Das Architekturbüro RWPA hat das Fotomuseum in Winterthur erneuert und erweitert. Die zusätzlichen Räume ergänzen den Bestand auf unaufgeregte Weise.

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