Das Foyer der UB Basel: Diese Möbel hat das Architekturbüro entworfen, manche Originalmöbel wurden restauriert. Fotos: Mark Niedermann

Lernräume im Wandel

Schröer Sell Architekten haben die Universitätsbibliothek Basel an die heutigen Bedürfnisse von Studierenden angepasst und bringen gleichzeitig die räumliche Schönheit des Bestands wieder zum Vorschein.

Im Zuge der Digitalisierung nutzen Studierende Bibliotheken vermehrt als Aufenthalts- und Begegnungsorte. Darauf gilt es zu reagieren, auch baulich. Die Universität Basel möchte hier eine Vorreiterrolle einnehmen. 2018 lancierte sie einen Ideenwettbewerb, den Schröer Sell Architekten für sich entschieden. Mit minimalen Umbauten sollten möglichst viele neue Lernplätze geschaffen und die bestehenden Räume an heutige und zukünftige Bedürfnisse von Studierenden angepasst werden. ###Media_2### Die Universitätsbibliothek Basel ist eine der grössten Bibliotheken der Schweiz mit mehr als sieben Millionen Medieneinheiten und täglich rund 800 Besucherinnen, in Prüfungszeiten sogar bis zu 1500. Sie besteht aus zwei miteinander verbundenen Bauten. Als Otto Senn das Gebäude in den 1960er-Jahren modernistisch erweiterte, blieb vom ursprünglichen Bau, 1896 von Emanuel La Roche erbaut, nur der Seitenflügel mit dem Freihandmagazin erhalten. Dem auf den ersten Blick innenarchitektonischen Projekt der Architekten gingen umfangreiche Hochbauarbeiten voraus: Asbestsanierung der Treppenhäuser, Verlegung der Fluchtwege, aufwendige Elektroinstallationen. Deutlich spürbar sind die Neuerungen im ehemals verbauten Foyer. Heute betritt man einen hellen, dreiseitig verglasten Raum, der die Besucher mit einer passenden Möblierung und einer zentralen Treppenskulptur willkommen heisst. Bei der Anzahl der Lernplätze ging es zunächst um die schiere Masse, die sich auf 900 verdoppelte. ###Media_3### Zur Bestimmung von Programm und Aufgabe initiierte eine Arbeitsgemeinschaft der Universität ein Partizipationsverfahren mit Studierenden und Mitarbeitenden, geleitet vom kantonalen Baudepartement. In einem ‹Lern-Laboratorium› testete man neue Lernorte: Die Nutzerinnen sitzen an länglichen oder runden Tischen, in Lounges oder in abgetrennten Kabinen. Die Erkenntnisse sollen in die Planung für ...
Lernräume im Wandel

Schröer Sell Architekten haben die Universitätsbibliothek Basel an die heutigen Bedürfnisse von Studierenden angepasst und bringen gleichzeitig die räumliche Schönheit des Bestands wieder zum Vorschein.

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?