Die Agrar-Genossenschaft Fenaco lässt dort gerade ihren bisherigen, gerade mal gut 30 Jahre alten Ostschweizer Hauptsitz dem Boden gleich machen.
Fotos: Reto Westermann
Die Agrar-Genossenschaft Fenaco lässt in Winterthur ihren gut 30 Jahre alten Ostschweizer Hauptsitz dem Boden gleich machen. Das Gebäude hätte einfach erweitert oder aufgestockt werden können.
Weiterbauen im Bestand gilt angesichts knapper werdender Ressourcen sowie dem fortschreitenden Klimawandel als Gebot der Stunde und nachhaltigste Lösung. Erstaunt reibt man sich deshalb derzeit an der Theaterstrasse in Winterthur die Augen: Die Agrar-Genossenschaft Fenaco lässt dort gerade ihren bisherigen, gerade mal gut 30 Jahre alten Ostschweizer Hauptsitz dem Boden gleich machen. Fenaco beliefert unter anderem die Bauern mit Düngemittel sowie Saatgut und ist Besitzerin der Volg- sowie Landi-Läden. Ersetzt wird der Ostschweizer Hauptsitz durch einen Holzneubau, einzig die Tiefgarage bleibt bestehen. Darüber aber werden die robuste Bausubstanz in Massivbauweise und die unverwüstlichen Klinkerfassaden vernichtet. Die beim Abbruch zum Vorschein kommenden Räume zeigen: Das Gebäude war bestens im Schuss und hätte – gescheit erweitert oder aufgestockt – noch für Jahrzehnte seinen Zweck erfüllt. Dabei hätte ein Leuchtturmprojekt entstehen können, das zur Nachhaltigkeit passen würde, die sich Fenaco gemäss ihrem Leitbild zum Ziel gesetzt hat. Dass für den Neubau auf Holz als Baustoff gesetzt wird, mutet angesichts der Unmengen an grauer Energie, die dafür derzeit vernichtet werden, hingegen maximal wie ein ökologisches Feigenblatt an.
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Kreislaufwirtschaft geht anders
Die Agrar-Genossenschaft Fenaco lässt in Winterthur ihren gut 30 Jahre alten Ostschweizer Hauptsitz dem Boden gleich machen. Das Gebäude hätte einfach erweitert oder aufgestockt werden können.
03.10.2025 09:20