Das Gewächshaus steht am Übergang vom ETH-Campus Hönggerberg zum bewaldeten Käferberg. Fotos: Roland Bernath

Kleiner und feiner

Mit dem neuen Labor für Pflanzenforschung knüpft das Architekturbüro BUR an die architektonischen und landschaftlichen Qualitäten des ETH-Campus Hönggerberg an.

Wenn von ETH-Bauten auf dem Hönggerberg die Rede ist, geht es oft um dreistellige Millionenbeträge. Das Gewächshaus HPY für das Institut für Molekulare Pflanzenbiologie zeigt, dass es auch kleiner und feiner geht. Der Neubau sitzt auf einer Geländeterrasse, auf der das Hochschulareal in den Wald des Käferbergs übergeht. Darunter verbirgt sich der Maschinentrakt der Kernphysik, 1963 das erste Bauwerk auf dem Hönggerberg. Seither ist die «Aussenstation» zum Campus angewachsen. Die Qualitäten von Albert Heinrich Steiners Physikbauten und der von Willi Neukom gestalteten Aussenräume überzeugen bis heute. ###Media_2### Das Büro BUR hat den Neubau in grösstmöglicher Distanz zu einem bestehenden Gewächshaus platziert, sodass die Kontinuität des Landschaftsraums erhalten bleibt. Die filigrane Stahl-, Alu- und Glaskonstruktion des Gewächshauses beruht auf einem Bausystem, dessen Details sich anpassen liessen. Der als Kopfbau wirkende Laborteil ist eine Holzkonstruktion. Anders als der ältere Nachbar trägt er kein Holzkleid, sondern eine präzis gestaltete Fassade aus silbernem Wellblech. Dunkle Stahlprofile nehmen die Vertikale des Gewächshauses auf, ein horizontales U-Profil gliedert das Gebäude in der Höhe und wird an der Eingangsseite zum Vordach – ein Motiv, das auch an den Steiner-Bauten zu finden ist. Dadurch wird das HPY zu einem selbstverständlichen Teil des Ensembles. Das Innere ist auf die Bedürfnisse der Forschenden massgeschneidert. Der Windfang ist auch Sicherheitsschleuse, denn das Gebäude muss den Anforderungen der biologischen Sicherheitsstufe BSL-1 (der tiefsten von vier möglichen) genügen. Hier liegen Garderobe, Toilette und das Lager mit der Anlieferung. ###Media_4### ###Media_5### Geradeaus führt die Schleuse in einen Korridor, der die Labors, den Topfraum sowie Geräte- und Waschräume erschliesst. In der Verlängerung des Korrid...
Kleiner und feiner

Mit dem neuen Labor für Pflanzenforschung knüpft das Architekturbüro BUR an die architektonischen und landschaftlichen Qualitäten des ETH-Campus Hönggerberg an.

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