«Gebaute Leere, die sich mit Dunkelheit füllt»
Seit Sommer 2025 stellt Hochparterres Buchhandlung ihr Schaufenster für künstlerisch-architektonische Installationen zur Verfügung. Die erste stammt vom Architekten Peter Märkli.
Seit Sommer 2025 stellt Hochparterres Buchhandlung ihr rückseitiges Schaufenster für künstlerische und architektonische Installationen zur Verfügung. Architekteninnen, Grafiker, Künstlerinnen, Designer und anderen Kreative wurden eingeladen, einen Vorschlag für eine temporäre Bespielung der knapp 14 Quadratmeter an der Sihlhallenstrasse auszuarbeiten und auch umzusetzen. Ziel ist, das Fenster, die Nische oder auch den Raum davor zu nutzen, um darin oder darauf aktuelle architektonische, städtebauliche oder gesellschaftliche Themen zu formulieren – oder einfach als Raum für Experimente.

Die erste Installation stammt von Peter Märkli. Der Architekt hat vier Säulen aufgestellt. Die weissen Stützen sind eine Referenz an Rudolf Olgiatis Säulenschafte ohne Kapitell, die nur mit einem kleinen Auflager den Übergang in die Horizontale bilden – «gebaute Leere, die sich mit Dunkelheit füllt», wie Märkli es im Podcast über die Farbe Schwarz formuliert. Die Säulen sind bis Ende September in der Buchhandlung zu sehen.
Im Oktober folgt die Installation «Window Perspectives - Reading the Neighborhood» von Johanna Lorch (Vernissage: 2.10.2025, 19 Uhr) und im Dezember 2025 und Januar 2026 «Mirage» von Constructed Visions (Nora Walter & Pierre Chèvremont).
Im Podcast «Mohsen Mostafavi und Peter Märkli über die Farbe Schwarz» erklärt Peter Märkli seine Faszination für Olgiatis Säulenschafte ohne Kapitell.