Florian Nagler erhält Tessenow-Medaille 2026
Der Münchner Architekt Florian Nagler wird mit der Heinrich-Tessenow-Medaille 2026 ausgezeichnet. Forschung, Lehre und Praxis greifen bei ihm eng ineinander, so die Tessenow-Stiftung.
Der Münchner Architekt Florian Nagler wird mit der Heinrich-Tessenow-Medaille 2026 ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 20. Mai an der HafenCity Universität Hamburg statt und ist Teil des Hamburger Architektur Sommers. Begleitend wird die Ausstellung «ESSENTIAL» eröffnet, die Naglers Werk mit studentischen Projekten und Positionen früherer Preisträger in Dialog setzt.
Nagler gehört zu den prägenden Stimmen der aktuellen Architekturdebatte. Sein Ansatz «Einfach Bauen» zielt auf eine Reduktion technischer und konstruktiver Komplexität zugunsten einer präzisen, materialgerechten Architektur. Forschung, Lehre und Praxis greifen dabei eng ineinander – etwa in den experimentellen Wohnbauten von Bad Aibling, so die Medienmitteilung.
Die Jury würdigt ein Werk, das sich durch intellektuelle Klarheit, konstruktive Konsequenz und eine ethische Haltung im Umgang mit Ressourcen auszeichnet. In der Verbindung von Tradition und Innovation stehe Nagler in der Nachfolge Tessenows, dessen Denken auf das Wesentliche zielt – jenseits von formaler Lautstärke.
Das Buch «Heinrich Tessenow. Annäherungen und ikonische Projekte», das 2023 in der Edition Hochparterre erschien, beleuchtet die Aktualität von Tessenows Denkens für die heutige Baukultur aus Schweizer Perspektive.