Mit dem geknickten Solardach und der Fassade aus regionaler Fichte fügt sich der Ersatzneubau dezent in seine Umgebung ein.
Fotos: Yanik Bürkli
Seit 100 Jahren betreibt das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden in Klosters eine Fischzucht. Mit dem hölzernen Ersatzneubau von Jüngling Hagmann Partner wurden die Betriebsabläufe modernisiert.
Klosters – das sind Berge und Schnee. Dass hier auch Fische ein Hauptquartier haben, wissen wohl die wenigsten. Dabei betreibt das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden am südlichen Dorfrand bereits seit 100 Jahren eine Fischzuchtanlage. In grossen Becken werden Eier von Bach-, See- und Regenbogenforellen sowie Kanadischen Seesaiblingen erbrütet. Die grösseren Jungfische schwimmen in acht Naturteichen im Süden der Anlage. Nach Bedarf werden sie in die Natur ausgesetzt, um den Fischbestand in Bündner Gewässern zu erhalten.
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Das Gebäude von 1924 und ein später ergänztes Bruthaus eigneten sich immer weniger für den Betrieb. Mit dem Ersatzneubau konnten die Abläufe der Fischzucht optimiert werden, zudem sind darin nun die Räume und Arbeitsplätze der Wildhüter untergebracht. Das grosse, mehrfach geknickte Dach, der breite Baukörper und die hellen Fassaden aus regionaler Fichte machen das Gebäude zu einem echten Hingucker. Dabei ist die Form aus der Nutzung abgeleitet: Da in Klosters sehr oft und lange Schnee liegt, wünschten sich die Mitarbeitenden eine geschützte Erschliessung. Das Architekturbüro Jüngling Hagmann hat sie in der Mittelachse angeordnet: Dort werden Autos entladen, und die Ware lässt sich mit einem Kran auf der Galerie in den Fischzuchtbereich hieven. Durch ein Tor kann die Fahrt zu den acht Naturteichen im Aussenbereich weitergehen. Links der Erschliessung befinden sich im weniger gedämmten Hausteil die Fischzuchttanks und die Kühlräume des Wildhüters. In der rechten Gebäudehälfte sind Büros und Sitzungszimmer angeordnet.
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Fischparadies im Bergdorf
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25.09.2025 08:00