Von Hunden lernen. Filmbild der Installation «ALLMEND».

Die Allmend im Debattierhaus

Die Installation «Allmend» im Debattierhaus Karl der Grosse verhandelt Raum als Gemeingut. Hochparterre beteiligt sich am Jahresfokus «Raum» mit einer Ausstellung zur Allmend Brunau.

Im Karl der Grosse steht 2026 der Jahresfokus «Raum» im Zentrum. Zwischen März und November untersucht das Programm räumliche Fragen zwischen Alltag, Politik und Stadtentwicklung. In diesem Rahmen zeigt Hochparterre die Installation «Allmend». Sie bespielt das Foyer und das Treppenhaus und öffnet ein Fenster in die Zürcher Allmend.

Fokus «Raum»im Zürcher Debattierhaus Karl der Grosse.

Die Installation beschäftigt sich mit der Allmend Brunau am Rand der Stadt Zürich. Zwischen Sihl, Autobahn und Einkaufszentrum liegt diese grosse offene Landschaft, die von vielen Menschen zum Spazieren, Joggen, Spielen, Hunde ausführen oder einfach zum Verweilen genutzt wird. Gleichzeitig ist das Gebiet ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Teil eines geschützten Naturraums. Die Allmend ist damit mehr als nur eine Grünfläche. Sie ist ein gemeinsam genutzter Raum, in dem sich unterschiedliche Bedürfnisse, Praktiken und Formen des Zusammenlebens begegnen.

Auf zwei Bildschirmen sehen wir Hunde in Bewegung und über Kopfhörer erzählen Hundehalter*innen von Begegnungen, Konflikten und davon, was dieser Ort für sie bedeutet. Auf den Projektionen im Treppenhaus des Debattierhauses sind Menschen und Tiere, die den Raum für kurze Zeit bewohnen und ihn gemeinsam formen. Die begleitenden Texttafeln stellen Fragen zu Wert, Aushandlung und Verantwortung gemeinschaftlich genutzter Räume: Warum brauchen wir Orte, die niemandem allein gehören? Wie regeln wir Raum, wenn viele mitbestimmen? Wer trägt Verantwortung für einen Raum, der allen gehört?

Die Arbeit basiert auf dem gleichnamigen Filmprojekt von Jonathan Jäggi, Multimedia Produzent bei Hochparterre und Filmemacher Tobias Kubli. Sie macht sichtbar, wie soziale Räume entstehen und unter Druck geraten. Offene Flächen wie die Allmend werden zunehmend reguliert oder überbaut, gleichzeitig bleiben sie Orte alltäglicher Aushandlung und gemeinschaftlicher Praxis.

Die Installation im Eingangsbereich vom Debattierhaus.

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