Die Neugestaltung des St.Galler Marktplatzes ist an der Urne gescheitert. Fotos: Stadt St.Gallen

Zweites Nein zum St.Galler Marktplatz

Schon vor vier Jahren lehnten die Stimmberechtigten die Neugestaltung des St.Galler Marktplatzes ab. Jetzt scheiterte auch ein abgespecktes Projekt an der Urne.

Die Buswartehalle von Santiago Calatrava wegräumen, eine neue zentrale Markthalle und eine von der Stadt mitfinanzierte Parkgarage – das war der Bevölkerung 2011 im ersten abgelehnten St.Galler Marktplatzprojekt zu viel. Die überladene Vorlage wurde deutlich abgelehnt. Die Abstimmungsanalyse zeigte, dass die drei genannten Punkte Anlass zum Nein waren. Die Stadtregierung schloss daraus, eine Vorlage ohne diese drei Punkte habe die Chance, angenommen zu werden. Doch die Einschätzung erwies sich als falsch, wie Stadtpräsident Thomas Scheitlin nun auch einräumte. Man hätte ein wirklich neues Projekt vorlegen müssen, einfach nur Teile weglassen, sei kein erfolgsversprechender Weg, lautete sein Fazit. Dieses Mal waren es vor allem die Markthändler, die sich beklagt hatten, dass sie bei der Überarbeitung des Projekts nicht mehr angehört wurden und das neue Projekt keine brauchbare Infrastruktur für ihre Verkaufsstände vorsah. Dazu kam die Kritik aus den Reihen der FDP, die auch das reduzierte Projekt als noch immer zu teuer bezeichnete.Wie es nach dem ernüchternden Resultat jetzt weiter geht, ist unklar. Während der Stadtpräsident eine Denkpause einschalten will, will die zuständige Baustadträtin Patrizia Adam (CVP) abklären, wie viel investiert werden muss, damit der Platz in den nächsten Jahren «vorgehalten» werden kann. Die FDP ruft bereits nach einem neuen Projekt und das Hauptanliegen der SP ist eine rasche Befreiung vom Verkehr....
Zweites Nein zum St.Galler Marktplatz

Schon vor vier Jahren lehnten die Stimmberechtigten die Neugestaltung des St.Galler Marktplatzes ab. Jetzt scheiterte auch ein abgespecktes Projekt an der Urne.

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