Die Häuser von Curzútt wurden auf den alten Grundmauern unprätentiös, aber sorgfältig wieder aufgebaut. Fotos: Gaëtan Bally, Keystone

Zurück in die Höhe

Das Tessiner Hangdorf Curzútt oberhalb von Bellinzona soll nicht zu einem Museum werden. Hier entsteht ein Ensemble aus Ferienort und Kulturlandschaft mit einer Hängebrücke.

Rustici, Kastanienhaine und terrassierte Weinberge, dazwischen Grillenzirpen, wilde Schluchten und kein Auto weit und breit: Schön fanden Carlo Bertinellis Eltern das nicht. Für ihre Generation war dieses Bild eine Metapher für harte Arbeit und Armut. Das Glück lag unten, in der Magadino-Ebene. In asphaltierten Strassen, fliessendem Wasser, einem bequemen Leben, in dem nicht Tag für Tag Kastanien auf den Tisch kamen. Die Agglomeration im Tal schien ihnen weitaus paradiesischer als die Realität hinter der Bergromantik.Ihr Heimatdorf Curzútt – Teil eines Verbundes von acht Weilern, die oberhalb von Monte Carasso bei Bellinzona auf gut 600 Metern über Meer liegen – war jahrhundertelang das kleinere Übel gewesen: In der Ebene drohten Sümpfe und Hochwasser des Ticino, Malaria, Überfälle und durchziehende Truppen. Der Hang bot kein leichtes Leben, doch immerhin Sicherheit. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert lebten in den Weilern rund um die Kirche San Barnárd bis zu 700 Einwohner. Davon zeugen in...
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Das Tessiner Hangdorf Curzútt oberhalb von Bellinzona soll nicht zu einem Museum werden. Hier entsteht ein Ensemble aus Ferienort und Kulturlandschaft mit einer Hängebrücke.

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