Auf dem Rubschen, einer geschützten, grasigen Mulde mit schönem Ausblick, soll das Musikhotel stehen. Es soll eine Holzschindelfassade haben und keinen Autoverkehr verursachen – mehr ist noch nicht bekannt.

Zumthors Musikhotel ist finanziert

Peter Zumthor als Architekt. Eine pittoreske Grasmulde auf dem Rubschen oberhalb Braunwalds als Bauplatz. Und nun die frohe Nachricht: Die Finanzierung des Musikhotels und der ersten Betriebsphase ist durch Private gesichert. Die ‹Südostschweiz› kennt die letzte Knacknuss: Noch liegt der Bauplatz in der Landwirtschaftszone. Damit die Einwohner von Glarus Süd der Umzonung zustimmen, empfiehlt sie einen Realersatz, «beispielsweise ein naturnaher Badesee».


«Die Finanzierung des Projekts ist sichergestellt. Ebenso die Finanzierung der ersten Betriebsphase.» Dies sagte Benedikt Wechsler, Präsident der ‹Stiftung Musikhotel Braunwald› vor rund 100 Interessierten, die ins Braunwalder Café Bsinti gekommen waren. Ein kurzer Blick zurück: 2012 hatte sich die Stiftung formiert (Hochparterre.ch berichtete) und alsbald den von den Valser Querelen um Remo Stoffel frustrierten Weltspitze-Architekten Peter Zumthor gewonnen (Hochparterre.ch berichtete). Wenig später fand sie dann auf dem Rubschen, etwa einen Kilometer entfernt vom Dorf, ein geeignetes Grundstück (Hochparterre.ch berichtete). Das Musikhotel soll mit 70 bis 80 Zimmern und einem Konzertsaal mit 200 Plätzen einmalige Musikerlebnisse inmitten Ruhe und Abgeschiedenheit bieten.
Wie die ‹Südostschweiz› berichtet, weiss man bisher bloss, dass Holzschindeln die Fassade bedecken sollen. Es wurde nicht verraten, ob ein Privater oder mehrere Mäzene die nötigen 30 bis 40 Millionen Franken allein für den Bau bezahlen. Dazu kommen Betriebskosten und allenfalls sogar eine Luftseilbahn von der Bergstation der Rubschen-Standseilbahn zum Hotel – schliesslich liegt der Bauplatz 1,8 Kilometer entfernt und 200 Meter höher. Ein autofreies Verkehrskonzept könnte auch Elektro-Kutschen und E-Bikes beinhalten.
Nun bliebe bloss noch eine letzte Nuss zu knacken, denn das 23'000 Quadratmeter grosse Grundstück liegt in der Landwirtschaftszone mit geschützten Biotopen. «An Zürich ein Beispiel nehmen», betitelt die ‹Südostschweiz› den Kommentar auf der heutigen Frontseite und verweist auf den Flughafen Zürich. Als Ausgleichsmassnahme hat dieser nördlich des Flughafens einen rund fünf Hektare grossen Biotop realisiert und Naturschutzgebiete entlang naher Gewässer aufgewertet und neu gestaltet. Damit die Bevölkerung von Glarus Süd einer Umzonung zustimmt, könnte in Braunwald als Realersatz «ein naturnaher Badesee realisiert werden».

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