Wohnsiedlung Alpenblick Cham: Die 1964–1971 errichtete Überbauung war die erste Hochhaussiedlung im Kanton Zug und für die damalige Zeit pionierhaft. Mit dem revidierten Denkmalschutzgesetz wäre die Siedlung gefährdet. Fotos: Guido Baselgia

Zuger Baudenkmäler gefährdet

Am 24. November stimmt Zug über weitreichende Änderungen des kantonalen Denkmalschutzgesetzes ab. Das Bauforum Zug und weitere Zuger Fachverbände haben dagegen das Referendum ergriffen.

In drei Wochen wird in Zug über weitreichende Änderungen des kantonalen Denkmalschutzgesetzes abgestimmt. Das Bauforum Zug, der Zuger Heimatschutz und zwei weitere Zuger Fachverbände haben dagegen das Referendum ergriffen. Sie bilden das Komitee «Nein zum missratenen Denkmalschutzgesetz», das fachliche Argumente für ein «Nein» liefert und Interessierte mit Bauführungen mobilisiert. An die Führung durch die Papierfabrik Cham am 2. November etwa nahmen 150 Personen teil. Die nächste Bauführung findet am 9. November in Baar statt. Dann führt die Denkmalschutzexpertin Brigitte Moser durch das Quartier um die Spinnerei.

Rechtzeitig zum Abstimmungskampf haben das Bauforum und der Zuger Heimatschutz das Buch «Bewahrt, erneuert, umgebaut. Blick auf die Nachkriegsmoderne im Kanton Zug.» in der Edition Hochparterre herausgegeben. Es dokumentiert das dynamische und vielfältige Baugeschehen zwischen 1945 und 1975 als Architekten und Unternehmer neue Formen, Raumkonzepte und Materialien ausprobierten und versuchten mit vorfabrizierten Gebäudeelementen das Bauen zu beschleunigen und zu vergünstigen. Auch diese Bauzeugen wären mit dem revidierten Denkmalschutzgesetz gefährdet. Hier gehts zur Bildergalerie.

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