Die Bauwirtschaft stockt, die Berufsaussichten für Architekten sind trübe. Unvollendete Überbauung ‹Bella Rotja› in der spanischen Provinz Alicante. Fotos: Julia Schulz-Dornburg

Zeit zum Nachdenken

Geplatzte Immobilienblase, eiserne Sparpolitik und wenig Arbeit. Fünf Autoren aus dem nördlichen Mittelmeerraum berichten über Probleme und Strategien der Architektinnen.

Die Schweizer Wirtschaft brummt. Freilich entwickelt sich die Wachstumskurve etwas sanfter als vor der Krise, die wahlweise die Zusätze ‹Banken-›, ‹Staatsverschuldungs-› oder ‹Weltwirtschafts-› trägt. Dennoch: Es geht aufwärts, und selbst exportnahe Branchen können seit der Verteidigung des Frankenkurses durch die Nationalbank bloss auf hohem Niveau klagen. Besonders gut geht es der Bauwirtschaft und somit auch den Planern. Zwischen 2008 und 2012 stiegen die Bauinvestitionen um 17 Prozent. Weniger als 1 Prozent der Architekten sind arbeitslos. Weder das revidierte Raumplanungsgesetz noch Initiativen zu Kulturland, Masseneinwanderung oder Zweitwohnungen dürften diesen Bauboom in naher Zukunft bremsen. Ganz anders ist die Lage im europäischen Krisengürtel entlang des nördlichen Mittelmeers siehe Seite 66. Obschon sich die Staaten langsam erholen und der Würgegriff der reichen Länder auf die Sparökomomie der armen lockerer wird, ist nach wie vor grosse Not. In Spanien waren 2012 die Bauinv...
Zeit zum Nachdenken

Geplatzte Immobilienblase, eiserne Sparpolitik und wenig Arbeit. Fünf Autoren aus dem nördlichen Mittelmeerraum berichten über Probleme und Strategien der Architektinnen.

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