Das Konzept des Schweizer Pavillons ist pädagogisch wertvoll, leider kommt es beim Besucher kaum an. Fotos: zVg

Wie seriös wir sind

Der Stadtwanderer ist enttäuscht vom Schweizer Pavillon an der Expo in Mailand.

Jeder ernsthafte Journalist schreibt: Zu viel Jahrmarkt und zu wenig Inhalt. Das gehört sich, wenn man über die Weltausstellung in Mailand berichtet. Das geschieht im allgemein anerkannten Oberlehrerton. Wenn wir, die Schweizer, eine Weltausstellung ausrichten würden, ja dann hätten wir zum Thema „Den Planeten ernähren“ Bedeutendes zu sagen. Leider funktioniert eine Weltausstellung ganz anders: Der Jahrmarkt ist der Inhalt.Hat man das kapiert, so lässt man die pädagogische Brille weg und sieht die Wirklichkeit. Rho im Industriegürtel Mailands ist roh, genauer scheusslich, niemand geht dort freiwillig hin. Der Ausstellung gelingt es eine Insel zu schaffen. Man ist woanders: im Phouptiland, hier ist jeder besser als der andere. Da ist zuerst die Hauptstrasse, das schnurgerade Rückgrat der Insel. Mit Sonnensegeln überdacht, ist diese Promenade das wichtigste Schaustück überhaupt. Hier brodelt die Menge, die Besucher stellen sich selber aus und besichtigen sich gegenseitig. Die Bühne dafür ist ...
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Der Stadtwanderer ist enttäuscht vom Schweizer Pavillon an der Expo in Mailand.

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