Visualisierung des neuen Rocheareals. Fotos: F. Hoffmann-La Roche Ltd

Widerstand gegen Roche-Turm geht in die zweite Runde

Eine Basler Arbeitsgruppe formiert weiteren Widerstand gegen den geplanten dritten Roch-Turm. Dieses Mal steht nicht der Denkmalwert im Vordergrund, sondern Umwelt und Klima.

Als Roche und HdeM letztes Jahr ihre Pläne für den dritten Roch-Turm präsentierten, war die Aufregung gross. Damals fokussierte sich der Widerstand jedoch nicht direkt gegen den geplanten Turm, sondern gegen den Abbau zweier Altbauten, die ihm weichen sollen. Nun bildet sich eine weitere Opposition gegen das Projekt. Dabei steht nicht nur der Denkmalschutz im Vordergrund, sondern die Umweltverträglichkeit des Neubaus. Adressat ist die Basler Arbeitsgruppe Tabula Rasa, darunter die Architektin Barbara Buser, die Kunsthistorikerin Dorothee Huber, der Politiker Hans-Peter Thür, der Präsident des Basler Heimatschutzes Christof Wamister und auch wieder der Denkmalpfleger Bernd Nicolai, Bern, der bereits früh Kritik an den Plänen übte. Neben dem Aberkennen der historischen Bedeutung von Roland Rohns «weisser Fabrik» kritisiert die Gruppe die Umweltbilanz des Vorhabens: «Allein der abgetragene Bauschutt (graue Energie) würde – vorsichtig geschätzt – 72‘000 Tonnen und nochmals so viel für die bis zu fünf Stockwerken tiefen Untergeschosse bedeuten. Um das Neue entstehen zu lassen, wird zuerst alles Bestehende abgeräumt.» Das sei ein veraltetes, auf unbegrenzten Ressourcen basierendes Konzept der Tabula Rasa.

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