Am steilen Hang oberhalb Chur gestaffelt. Fotos: ETH Zürich, GTA-Archiv, Nachlass Otto Glaus

Wenn Jugendliche über Baukultur entscheiden

Steht eine umfassende Sanierung an, haben es gute Bauten der Nachkriegsmoderne schwer. In Chur ist ein Streit um die Sanierung des Konvikts von Otto Glaus entbrannt.

 

Im November 2016 blickte Ludmila Seifert mit Zuversicht auf das Konvikt, das wie eine imposante Betonskulptur im Osten Churs am Steilhang thront. Dass eine Jury das Projekt ‹Weniger ist mehr› im Gesamtleistungswettbewerb zur Instandsetzung des Konvikts ausgewählt hatte, stimmte die Geschäftsleiterin des Bündner Heimatschutzes froh. Seifert hatte befürchtet, das Gebäude würde zu Tode saniert. Der Churer Architekt Pablo Horváth aber hatte ein Konzept entworfen, das auf einen Erhalt dieses bemerkenswerten Baus hinzielte. Vor allem die sparsamen Eingriffe im Innern des Gebäudes gefielen Seifert. Denn für sie war klar: Das Konvikt ist ein bedeutendes Bauwerk der Nachkriegsmoderne in Graubünden. Dem Architekten Otto Glaus und seinem Kollegen Ruedi Lienhard war im Wettbewerb 1964 ein architektonischer Wurf gelungen: Am steilen Hang südlich der Kantonsschule hatten sie drei langgestreckte, flach gedeckte Baukörper so geschickt übereinander gruppiert, dass die ganze Anlage von Weitem betrachtet als ei...
Wenn Jugendliche über Baukultur entscheiden

Steht eine umfassende Sanierung an, haben es gute Bauten der Nachkriegsmoderne schwer. In Chur ist ein Streit um die Sanierung des Konvikts von Otto Glaus entbrannt.

 

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