Der letzte Quersessellifte der Schweiz: Bahn auf den Weissenstein bei Solothurn. Fotos: www.seilbahnweissenstein.ch

Weissenstein-Sesseli vor dem Aus

Das Bundesamt für Verkehr hat heute die Konzession für den Abbruch des Sessellifts auf den Weissenstein erteilt. Der Heimatschutz spricht sich vehement gegen den Entscheid aus und erwägt rechtliche Schritte.

Das Bundesamt für Verkehr hat heute grünes Licht gegeben für den Abbruch des historischen Sessellifts auf den Weissenstein. Künftig sollen 6er-Gondeln auf den Berg bei Solothurn schnellen. Der Schweizer Heimatschutz spricht sich vehement gegen die Konzession aus. Sie verstosse gegen das Natur- und Heimatschutzgesetz. «Die Anlage ist die letzte ihrer Art in der Schweiz und ein Denkmal von nationaler Bedeutung», schreibt die Organisation. Eine Bewilligung für eine neue Bahn sei darum nur zulässig, wenn der bestehende Lift nicht mehr weiter betrieben werden könne oder ein nationales Interesse überwiegen würde. Dass die Bahn zurzeit still steht, obwohl eine Betriebsverlängerung möglich gewesen wäre, bedauert der Heimatschutz. Er will nun prüfen, ob er den Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht anfechten wird. Die Organisation kämpft schon lange mit politischen Vorstössen und Goldtaler gegen den Verlust des letzten Quersessellifts des Landes. In der Septemberausgabe 2009 hat auch Hochparterre gegen den Abbruch angeschrieben. Laden Sie den Artikel «Ermunterung zum Sitzenbleiben» von Philipp Maurer als PDF.

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