Ein wildes Gemisch aus kräftigen Farben: die Schmuckbeete am Haus. Fotos: Johannes Stoffler, Lorenz Eugster

Wachsende Farben

1936 zog der «entartete» Künstler Otto Dix in die «zum Kotzen schöne» Landschaft um die Halbinsel Höri am Bodenseeufer. Parallel zur Sanierung des Walmdachbaus restaurierte der Landschaftsarchitekt Johannes Stoffler den Garten.

Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Künstler die Gegend der Halbinsel Höri am deutschen Bodenseeufer für sich. 1936 zog auch Otto Dix (1891–1969) mit seiner Familie hierher. Die Nazis hatten ihn als «entartet» diffamiert und von seiner Professur vertrieben. «Zum Kotzen schön» sei die Landschaft, sagte Dix später. Ein zweigeschossiger Walmdachbau des Dresdner Architekten Arno Schelcher wurde sein neues Zuhause. Die Fensteröffnungen sind gross, der Balkon umlaufend, und im Westen betont eine Loggia die enge Beziehung zwischen Gebäude und Landschaft. Die Familie legte einen Staudengarten an, ein Lärchenwäldchen mit Alpinum, Nutzbeete und Obstgarten. 1969 starb Otto Dix, zehn Jahre später zog seine Frau Martha fort. Die Ära Dix in Hemmenhofen schien beendet.Seit 2005 jedoch stehen Haus und Garten als Kulturdenkmal besonderer Bedeutung unter Schutz, 2010 beauftragte der das Haus betreuende Stiftungsverein den Zürcher Landschaftsarchitekten Johannes Stoffler mit der denkmalgerechten Restaurieru...
Wachsende Farben

1936 zog der «entartete» Künstler Otto Dix in die «zum Kotzen schöne» Landschaft um die Halbinsel Höri am Bodenseeufer. Parallel zur Sanierung des Walmdachbaus restaurierte der Landschaftsarchitekt Johannes Stoffler den Garten.

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