Prof. Hanspeter Bürgi mit Studierenden; hier noch vor der Qualifikation Ende 2012.

Von Luzern nach Versailles

Beim Solar Decathlon kämpfen alle zwei Jahre Pavillons von Studententeams um die Gunst der Jury. Wer ist der schönste, innovativste, nachhaltigste? Nächstes Jahr ist zum ersten Mal ein Team aus der Schweiz dabei, von der Hochschule Luzern. Das legt nun los mit Entwerfen.

«Zukunftsfähig, innovativ, nachhaltig, identitätsstiftend ...» Das Projekt, mit dem die Hochschule Luzern nächsten Sommer am Solar Decathlon starten möchte, wird es schwer haben, alle Erwartungen zu erfüllen. Als «Leuchtturm für die Region Luzern und für die Schweiz» soll es laut Leiter und Dozent Prof. Hanspeter Bürgi seine Wirkung entfalten und «als Taktgeber eines nachhaltigen Bauens neue Perspektiven öffnen.» Grosse und doch nicht unberechtigte Worte, ist doch der Solar Decathlon ein Spektakel im internationalen Rampenlicht.
Worum geht es? Der vom US-Energiedepartement initiierte und international renommierte Wettbewerb findet seit 2003 alle zwei Jahre in den USA und seit 2010 alternierend auch in Europa statt. 2014 ist Versailles der Gastort und die Schweiz, mit der Hochschule Luzern, das erste Mal dabei. Interdisziplinäre Teams von 20 Hochschulen aus aller Welt werden im nächsten Sommer unter den Augen einer breiten Öffentlichkeit ihre Pavillons aufbauen und diese sich in zehn Disziplinen messen: Architektur und Gebrauchstauglichkeit zählt hier ebenso wie die Energiebilanz oder technische Innovation. Neu sind nun auch Städtebau und Verkehr Kriterien und neben dem energieautarken Solarhaus in Versailles werden nun auch Strategien bewertet, dasselbe an einem konkreten Ort im Heimatland zu verankern.
An der Hochschule Luzern hat nun das Atelier Solar Decathlon begonnen ein Konzept zu erarbeiten. Studierende der Architektur, Innenarchitektur, Bautechnik und Gebäudetechnik entwickelten in fünf Teams verschiedene Entwürfe, die unterschiedliche Themen in den Vordergrund rückten: Mobilität und Urban Farming, Entwerfen im Bestand und Wohnflexibilität. Gestern Abend diskutierten die Studenten ihre Ansätze mit eingeladenen Gästen, auch Hochparterre war dabei. Am Abend setzten sich die Studierenden zu drei neuen interdisziplinären Teams zusammen und machen sich nun daran, einige Themen zu schärfen und in ein Projekt zu giessen. Im Herbstsemester 2013 werden sie sich an die Ausführungsplanung und den Modellbau machen, im Frühjahr 2014 den Prototyp auf dem Campus in Horw realisieren. Und danach geht’s nach Versailles ...

Hier geht's auf die Webseite des Luzerner Teams.
 
 

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