Die gelben Seiten sind vorbei: Das Tec21 kommt im neuen Kleid schwarz-weiss daher.

Vom Heft zum Magazin

Das Tec21 hat ein neues Kleid. Die opulente Doppelausgabe macht schwer Eindruck: Die über hundert Seiten hebt ein geklebter Buchrücken zusammen, zwei Klammern wären dieser Fülle nicht mehr gewachsen. Aus dem Heft wird ein Magazin, grosszügig und klar, mit ein paar gestalterischen Ungereimtheiten.

Aller guter Dinge sind drei. Nachdem sich das «werk» und Hochparterre letztes Jahr neu bekleideten, ist es auch fürs Tec21 an der Zeit, mit der Zeit zu gehen. Pünktlich zum 140-jährigen Jubiläum schenkt sich die Zeitschrift ein neues Layout. Wer dahinter steckt ist in der ersten Ausgabe allerdings mit keinem Wort erwähnt, nur die Pressemitteilung erklärt: Geschneidert hat das neue Gewand die Raffinerie AG für Gestaltung. Die opulente Doppelausgabe macht schwer Eindruck: Die über hundert Seiten hebt ein geklebter Buchrücken zusammen, zwei Klammern wären dieser Fülle nicht mehr gewachsen. Auch das Papier liegt edel in der Hand. Mit dem Redesign ist aus dem Heft ein veritables Magazin geworden. Die Zeiten der farbigen Spielereien und Schraffuren sind vorbei – wie bei der Konkurrenz. Auch die beliebte Wettbewerbs-Seite knallt dem Leser nicht mehr gelb, sondern architektenschwarz entgegen.Die Gestaltung lässt den Fotografien Raum, luftig und dezent führt sie durch die Seiten. Man merkt: Das Tec21 gönnt dem Inhalt viel Platz, was das Auge freut. Die Grafiker verwenden vier Schriften, alle aus der Feder von Adrian Frutiger – eine schöne Idee. Für strenge Typografen werden die vielen Varianten – mal kursiv, dann unterstrichen – zu viel des Guten sein. Die Titel sind grazil, aber zu schmächtig verglichen mit den Initialen, die den Lauftext mutig eröffnen, oder den kräftigen Symbolen, die ins Netz verweisen. Zweispaltig läuft der Text gut, bei drei Spalten aber stolpert man über Löcher und Schwänze. Mehr Liebe zum Detail wünscht man der Produktion. Solide gebaut sind die Infokästen. Doch die kleine Schrift der Nebentexte fordert, besonders wenn sich die Spalte in die Länge zieht. Der Aufbau des Heftes hat sich nicht verändert: Vorn kommt das Neuste, in der Mitte der breite Thementeil, am Schluss der Kleinkram. Das ist klar und aufgeräumt, nur die Kategorie «P...
Vom Heft zum Magazin

Das Tec21 hat ein neues Kleid. Die opulente Doppelausgabe macht schwer Eindruck: Die über hundert Seiten hebt ein geklebter Buchrücken zusammen, zwei Klammern wären dieser Fülle nicht mehr gewachsen. Aus dem Heft wird ein Magazin, grosszügig und klar, mit ein paar gestalterischen Ungereimtheiten.

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